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Blitzer an der B 252 lösen nur noch halb so oft aus

Parlament Münchhausen Blitzer an der B 252 lösen nur noch halb so oft aus

Die Bilanz aus zweimal sieben Monaten der automatischen Verkehrsüberwachung in Münchhausen zeigt: Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen geht zurück.

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Die Blitzer an der B 252 in der Gemeinde Münchhausen lösten in diesem Jahr weit weniger aus als in den ersten sieben Monaten nach der Installation.

Quelle: Martina Koelschtzky

Münchhausen. Die absolute Höhe der Spitzengeschwindigkeiten bleibt. Und mehr Auswärtige geraten in die „Radarfallen“. Bürgermeister Peter Funk (parteilos) stellte der Gemeindevertretung die Auswertung der automatischen Verkehrsüberwachung im Vergleich vor. Er nannte Zahlen für Verkehrsverstöße entlang der Bundesstraße 252 in Münchhausen und Simtshausen für die ersten sieben Monate seit Aufstellung der „Blitzer“ von Juni bis Dezember 2011 und für die ersten sieben Monate dieses Jahres.

„Die Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen hat sich halbiert. Das bedeutet, dass Verkehrserziehung durch die Blitzer wirklich stattfindet“, sagte Funk. In den ersten sieben Monaten seien 28498 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt worden, von Januar bis Juli 2012 seien es „nur“ noch 11882 gewesen. Die meisten Verstöße gebe es nach wie vor tagsüber, wenn Tempo 50 erlaubt sei. Bei den absoluten Zahlen am Tag für 2011 von 20866 Geschwindigkeitsüberschreitungen am Tag und 8166 bis Juli 2012 müsse man bedenken, dass die Geräte erst ab einer Geschwindigkeit von mehr als 59 Stundenkilometern auslösten, sagte Funk. „Das bedeutet, es wird immer noch viel zu schnell gefahren in unseren Wohnorten.“ Erschreckend seien auch die gemessenen Höchstgeschwindigkeiten: Im Juni 2011 sei ein Fahrer tagsüber mit 100 Stundenkilometern durch die Ortschaft gerast, im folgenden Juli sei nachts ein Verkehrssünder mit 110 Stundenkilometern geblitzt worden. In diesem Jahr sei die „schlimmste Zahl“ ein Pkw am Tag, der mit 107 Stundenkilomtern fotografiert wurde. „Wenn man sich vorstellt, dass ein Auto mit dieser Geschwindigkeit durch einen Wohnort rast, in dem Kinder und ältere Menschen auf den Straßen unterwegs sind, wird einem kalt“, meinte der Bürgermeister.

In den anderen Monaten habe die Spitzengeschwindigkeit 2011 meist über 90 Stundenkilometern gelegen, in diesem Jahr zwischen 71 und 84 - die Raser seien also etwas langsamer geworden. Nachts, wenn Tempo 30 gilt, fuhren in den sieben Monaten des vergangenen Jahres 7632 Fahrzeuge zu schnell, bis Juli 2012 waren es 3716 Fahrzeuge. Im Vergleich des ersten und zweiten Jahres der Blitzer haben sich die Anteile einheimischer und auswärtiger Fahrer an den Verkehrssündern klar verschoben: 2011 kamen 14136 Verkehrssünder aus den umliegenden Landkreisen Waldeck-Frankenberg, Korbach, Hochsauerlandkreis und Marburg-Biedenkopf bei 14362 Auswärtigen noch etwa die Hälfte der Schnellfahrer aus dem heimischen Raum, gerieten 2012 mehr Auswärtige in die „Radarfallen“: 7163 der 11882 Geschwindigkeitssünder kamen nicht aus den vier genannten Landkreisen.

Insgesamt bewertete Funk die Auswirkungen der automatischen Verkehrsüberwachung als positiv. Zudem sei durch die automatische Überwachung entlang der Bundesstraße das mobile Verkehrsüberwachungsgerät frei geworden, um in den abseits der Bundesstraße liegenden Ortschaften beispielsweise die Tempo-30-Zonen verstärkt zu überwachen, berichtete er. Derzeit werde vor allem entlang der Umgehungsstrecken in Wollmar und Obersimtshausen mobil „geblitzt“.

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