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Blitz schlägt in Wohnhaus ein

Feuerwehr Blitz schlägt in Wohnhaus ein

Oberrosphes Wehrführer Michael Hahn war zu Hause, als am Dienstagabend in einem Haus in der Nachbarschaft der Blitz einschlug. Auch bei ihm und anderen Nachbarn kam es zu Schäden. Hahn wurde dann zum Einsatz gerufen.

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Nach dem Blitzeinschlag in ein Haus in Oberrosphe untersuchte die Feuerwehr das Gebäude nach versteckten Glutnestern.

Quelle: Feuerwehr Wetter

Oberrosphe. Am frühen Dienstagabend zog im Landkreis ein Unwetter auf, das sich über einige Stunden mal mehr mal weniger heftig entlud. Michael Hahn befand sich in seiner Wohnung in der Straße „Leisegarten“ in Oberrosphe, als in der angrenzenden Straße ein Blitz in ein Haus einschlug. „Bei mir flogen die Sicherungen raus und der Strom war weg“, sagt er. Viel Zeit, sich damit auseinanderzusetzen, blieb ihm nicht, denn in der Nachbarschaft wurde Hilfe von der Feuerwehr benötigt.

In dem von einem Blitz getroffenen Haus in der Straße „Melgarten“ „wurden Teile der Elektroinstallationen und Verkleidungen beschädigt, verschmorten und verrauchten einige Zimmer“, berichtet Wetters Feuerwehrsprecher Christian Koch.  Glück im Unglück war, dass kein Bewohner ernstlich verletzt wurde und kein weiteres offenes Feuer entstand. Die Feuerwehr kontrollierte aber gewissenhaft nicht nur die verschmorten Bauteile, sondern setzte auch eine Wärmebildkamera ein, um eventuelle versteckte Glutnester rechtzeitig zu entdecken. Auch von außen wurde das Haus mittels der Drehleiter überprüft. „Da dies keine weiteren Feststellungen ergab, konnte das Haus schnell wieder an den Eigentümer übergeben werden“, so Koch.

Wasserrohrbruch und kein Telefonempfang

Wohl auch durch den Blitzeinschlag verursacht, wurde aber vor dem Haus ein Wasserrohrbruch festgestellt. „Das Wasser drang durch die Straßendecke. Die Feuerwehr musste ihre schweren Fahrzeuge etwas abseits abstellen, um nicht womöglich auf unterspülten Straßenteilen zu parken“, schildert Koch. Noch in der Nacht rückten Einsatzkräfte der Mittelhessischen Wasserwerke an. Das wurde in Oberrosphe auch sehr positiv zur Kenntnis genommen, sagt Heinrich Hahn, Bewohner der Straße „Leisegarten“. Hahn selbst stellte bei sich fest, dass er keinen Telefonempfang mehr hatte – wie auch andere Nachbarn, wie er im Gespräch mit dieser Zeitung darstellt. Etwas irritiert war er, als er den Schaden beim Telefonanbieter melden wollte. Nicht nur, dass er nach eigenen Angaben 45 Minuten darauf verwenden musste, einen Ansprechpartner zu bekommen, man habe ihm dann auch noch mitgeteilt, dass er nur den eigenen Schaden melden könne, nicht kollektiv die Schäden bei den Nachbarn. Ein Mitarbeiter des Telefon­anbieters wurde ihm für Freitag in Aussicht gestellt.

Ortsvorsteher: Mehrere Blitzeinschläge registriert

Mittlerweile fand auch Michael Hahn Zeit, seinen Schaden zu begutachten. „Der Anschlusskasten für das Telefon ist verschmort.  Heinrich Hahn weiß davon zu berichten, dass es in einigen Häusern auch Elektrogeräte erwischt hat. Oberrosphes Ortsvorsteher Tobias Kunz nahm das Unwetter natürlich auch wahr. „Es sind sicherlich einige Blitze auf Oberrosphe niedergegangen, einer auch direkt vor dem Bürgerhaus“, sagt er. Der Blitzeinschlag in das Haus wurde schnell bekannt, und alle zeigten sich erleichtert, dass es dadurch zu keinem Feuer gekommen war. Von den kaputten Elektrogeräten beziehungsweise Anschlüssen hatte der Ortsvorsteher auch Kenntnis erlangt. Ein Elektriker aus dem Ort habe gestern schnelle Hilfe angeboten.

von Götz Schaub

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