Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Bisher spricht vieles gegen Neubau

Aus dem Ausschuss Bisher spricht vieles gegen Neubau

Einmal mehr monierten verschiedene Parlamentarier den ihrer Ansicht nach mangelnden Informationsfluss des Bürgermeisters. Als sie mit brandneuen Infos versorgt werden sollten, fühlten sie sich „überfahren“.

Voriger Artikel
Jörg Drescher ist neuer Vorsitzender der Sänger
Nächster Artikel
Uwe Riechel gewinnt den Ehrenpreis

Bereits im August nahmen die Mitglieder des Ausschusses für Bau und Umwelt die Räume der Kita in der Alten Schule in Oberrosphe in Augenschein.

Quelle: Götz Schaub

Wetter. Eine modulare Bauweise für eine zweigruppige Oberrospher Kindertagesstätte würde nach einem Angebot inklusive Neubau eines Spielplatzes rund 695000 Euro kosten. Warum Spielplatzneubau? Weil sich auf dem in Frage kommenden Grundstück neben der Alten Schule Oberrosphe, derzeit der Spielplatz befindet.

Der Umbau des im Privatbesitz befindlichen ehemaligen Raiffeisengebäudes mit Neugestaltung des Außengeländes und eines Gebäudeerwerbs könnte so um die 500000 Euro liegen - inklusive der Inanspruchnahme von Fördermitteln in Höhe von 90000 Euro.

Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka zeigte am Montagabend im Ausschuss für Bau und Umwelt auf, dass die Option ehemaliges Raiffeisengebäude einem Neubau nicht nur aufgrund der geringeren Kosten für die Stadt vorzuziehen sei. Spanka gab zu bedenken, dass sich Oberrosphe in der Dorferneuerung befindet und deshalb besondere Vorgaben gelten würden.

Zum Beispiel müssen Neubauten zugunsten der Stärkung der Innenentwicklung des Dorfes vermieden werden. Die Investition lohne sich aber auf alle Fälle, weil für die nächsten Jahre, nicht zuletzt durch den Verkauf von Baugrundstücken mit mehr Kindern in Oberrosphe gerechnet werde. „Ab Sommer 2013 fehlen nach jetzigem Planungsstand fünf Plätze“, sagte Spanka. Nicht eingerechnet sind dabei die vier Kinder, die demnächst nach Oberrosphe ziehen und in den Einrichtungen in Unterrosphe und Mellnau angemeldet sind. Das Raumproblem für den Kindergarten in der Alten Schule wurde bereits bei einem Ortstermin der Ausschuss-Mitglieder am 20. August erörtert (die OP berichtete).

15 Gäste wohnten am Montagabend der Sitzung des Ausschusses für Bau und Umwelt bei. Zwölf von ihnen waren eigens aus Oberrosphe gekommen, um sich über Neuigkeiten zum Thema Kinderbetreuung in Oberrosphe zu informieren.

Die Grünen hatten dazu gleich zwei Anträge auf die Tagesordnung gebracht.

Allein überraschte Antragssteller Matthias Matzen am Anfang der Sitzung mit der Rücknahme beider Anträge, die die Ablehnung des ehemaligen Raiffeisengebäudes zum Ziel hatten.

Damit wäre das Thema für diesen Abend erledigt gewesen, doch hatte Bürgermeister Kai-Uwe Spanka noch jene Präsentation vorbereitet, deren Inhalt eingangs beschrieben wurde. Doch wollten sich die Ausschussmitglieder zunächst nicht darüber informieren lassen.

Warum? „Es wäre besser gewesen, wir hätten die Zahlen im Vorfeld bekommen, dann hätten wir uns auf diese Sitzung vorbereiten können. Ich fühle mich mit der Präsentation unwohl und überfahren“, machte CDU-Mann Volker Drothler seiner Verärgerung Luft darüber, dass der Bürgermeister - wie seiner Ansicht nach so gut wie immer - nicht rechtzeitig informiert habe. „Ich hatte gedacht, das Thema steht auf der Tagesordnung, da brauche ich keinen eigenen Tagesordnungspunkt mehr zu beantragen“, verteidigte sich Spanka. Die Zahlen seien so aktuell, dass er die Präsentation erst kurz vor der Sitzung zusammenstellen konnte. Zudem gehe es nur um Weitergabe von Informationen, die der Magistrat für die Parlamentarier beschaffen sollte.

Nils Jansen wohnte der Sitzung dieses Mal nicht in erster Linie als SPD-Fraktionsmitglied, sondern in seiner Eigenschaft als Ortsvorsteher von Oberrosphe bei und bat im Sinne der eigens aus Oberrosphe gekommenen Eltern zu entscheiden und die Präsentation zuzulassen.

Nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung kamen die Ausschussmitglieder, die dafür vor die Tür gegangen waren, überein, die Präsentation unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ am Ende der Sitzung zuzulassen, und so ohne Diskussion und Beschlussempfehlung zu belassen.

von Götz Schaub

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr