Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Barmherzigkeit auf der Bühne und auch im Publikum

Kindermusical Barmherzigkeit auf der Bühne und auch im Publikum

Mit einem Kindermusical als ökumenisches Projekt begeisterten die Evangelische Gemeinschaft, die evangelische Kirche und die katholische Kirche das Publikum.

Voriger Artikel
„Total Vocal“ gibt seine Freude weiter
Nächster Artikel
„Umtriebig und das Herz am rechten Fleck“

Der barmherzige Samariter (Clara Schulze) trägt den überfallenen Wanderer (Johanna Schulze) zu einer „netten Gastwirtin“.

Quelle: Sonja Achenbach

Cölbe. Mit einem Kindermusical als ökumenisches Projekt begeisterten die Evangelische Gemeinschaft, die evangelische Kirche und die katholische Kirche in Cölbe das Publikum.

Plötzlich brechen die Zuschauer in Gelächter aus. Einen kurzen Augenblick sind die jungen Darsteller irritiert. Haben sie was falsch gemacht? Auf die Antwort müssen die eigentlichen Hauptpersonen des Nachmittags noch ein wenig warten, denn das Musical geht weiter.

Ein Fehler war den Kindern aber gar nicht unterlaufen, - ganz im Gegenteil. Eine Zuschauerin aus der ersten Reihe hatte sich die Moral der Geschichte des „Barmherzigen Samariter“ zu Herzen genommen: Während Johanna Schulze als überfallener Wanderer scheinbar bewusstlos auf dem Boden lag, stand die Zuschauerin kurzerhand auf, nahm einige Sitzkissen zur Hand, schob sie unter die Jungschauspielerin und schützte sie so vor dem kalten Boden. Nicht nur einige der Darsteller an diesem Abend mussten bis zum Ende des Musicals warten, bis sie dieses Rätsel lösen konnten. Wer von den Zuschauern nicht früh genug in das Haus der Evangelischen Gemeinschaft gekommen war, der musste sich mit einem der hinteren Plätze oder mit einem Stuhl im Flur begnügen, denn der Saal des Hauses erwies sich als recht klein für die Menge an Zuschauern. Dirk Schröder von der katholischen Kirche war auch nach Ende der Aufführung ganz begeistert: „Wir haben bei der Premiere nie mit so vielen Zuschauern gerechnet. Das ist einfach toll.“ Gemeinsam mit Patricia Riemer, Regina Flaminger und den Darstellern hat Schröder seit Januar allwöchentlich eine Stunde lang für die Aufführung geprobt.

Das Üben hat sich gelohnt - bei der Aufführung lief alles wie am Schnürchen. Das Publikum ließ sich gern mitnehmen auf die Reise des Wanderers, der überfallen wird und auf die Güte des barmherzigen Samariters - gespielt von Clara Schulze - angewiesen ist. Als der jüngste Sänger im Chor dann beherzt „Just do it“ in das Mikrofon sang, war die Freude groß.

von Sonja Achenbach

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr