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BUND sorgt für das Aus des Solarackers

Solarenergie BUND sorgt für das Aus des Solarackers

Für heute Abend war eigentlich eine Informationsveranstaltung ab 20 Uhr in der Gemeindehalle Cölbe vorgesehen. "Diese Veranstaltung ist hinfällig geworden und fällt aus", sagt Cölbes Bürgermeister Volker Carle.

Cölbe. Am gestrigen späten Nachmittag informierte Cölbes Bürgermeister Volker Carle, dass das Projekt „Solaracker Cölbe“ endgültig nicht mehr umgesetzt wird.

Praktisch auf dem letzten Drücker flatterte der Gemeinde eine Stellungnahme des Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) als Träger öffentlicher Belange auf den Schreibtisch. „Wir wurden darüber informiert, dass im Planungsgebiet ein Flußregenpfeifer gesehen wurde“, sagt Carle. Der Flußregenpfeifer wird in Hessen auf der Roten Liste als „gefährdet“ geführt, auch wenn er im Landkreis Marburg-Biedenkopf häufiger anzutreffen ist, unter anderem auf dem Gelände des Kieswerks in Niederweimar. „Das können wir nicht ignorieren“, sagt Carle, der es allerdings äußerst bedauerlich findet, dass damit das Projekt „Solaracker Cölbe bei Bernsdorf“ gestorben ist. Denn die Umsetzung hätte nur Sinn vor der Reduzierung der Einspeisevergütung Sinn gemacht, doch das Vorhandensein eines Vogels, der auf der Roten Liste steht, zieht automatisch größere Untersuchungen des Planungsgebiets nach sich, für die schlicht keine Zeit vorhanden ist. Carle fragt sich, warum der BUND diese Information bis quasi zuletzt für sich behalten hat. „Hätten wir das früher gewusst, hätten wir uns eine Menge Planungskosten und Arbeit sparen können.“ Der Vorstand des BUND-Kreisverbandes Marburg-Biedenkopf war gestern nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen.

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