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Nordkreis BI Windkraft will schnell Bebauungsplan
Landkreis Nordkreis BI Windkraft will schnell Bebauungsplan
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17:39 06.12.2013
In Martin Krieger (von rechts), Stefan Ronzheimer und Gerd Nienhaus waren drei Kommunalpolitiker zum Treffen der BI Windkraft Wetter nach Mellnau gekommen.Foto: Martina Koelschtzky Quelle: Martina Koelschtzky
Mellnau

„Wenn man bis zum letzten Moment wartet, wird ein Investor da reingrätschen“, befürchtet Marc Böttcher vom Vorstand der BI. Diese hatte alle Fraktionen im Wetteraner Stadtparlament eingeladen, um über die beiden Vorrangflächen für Windkraft zu sprechen, die im Entwurf des Teilregionalplanes Erneuerbare Energien vorgesehen sind: Zwischen Mellnau und Todenhausen sowie auf dem Wollenberg an der Grenze zum Gemeindegebiet von Lahntal.

Gekommen waren allerdings nur die beiden Fraktionsvorsitzenden Stefan Ronzheimer für die FDP und Martin Krieger für die Linke. Die beiden großen Parteien SPD und CDU schickten keinen Vertreter. Auch die Grünen hüllten sich in Schweigen, auch bei direkten Nachfragen habe er keine Aussage zu den beiden Flächen von der Öko-Partei bekommen können, berichtete Böttcher.

SPD und CDU hätten sich prinzipiell positiv zur Windkraft geäußert und würden es begrüßen, wenn die Stadt selbst von dem Geschäft profitiere, berichtete er weiter. Auch Bürgermeister Kai-Uwe Spanka hatte sich krank gemeldet und wurde von dem SPD-Stadtrat Gerd Nienhaus vertreten.

Die BI verdeutlichte noch einmal ihre Positionen. Das Gebiet zwischen Mellnau und Wetter werde abgelehnt, unter anderem aus Gründen des Denkmalschutzes und der „Umzingelung“ von Mellnau. „Die Windräder wären noch fast 70 Meter höher als die Burg und sollen in der einzigen freien Sichtachse stehen, die wir aus dem Dorf auf dem Berg und vor dem Burgwald haben“, so Böttcher.

Die BI kritisierte deutlich, dass das Stadtparlament Wetter diese Fläche zwar immer abgelehnt und dankenswerter Weise auch einen Bebauungsplan mit Veränderungssperre aufgestellt habe, dieser aber bisher ohne weiteren Inhalt sei. Im Mai 2014 ende die Veränderungssperre, zwei Investoren stünden in den Startlöchern. „Es ist höchste Zeit, dass das Parlament den Bebauungsplan ausfüllt und maximale Höhen, Anzahl der Windkraftanlagen und ihre möglichen Standorte festlegt“, forderten die BI-Mitglieder.

Windmessungen stehen aus

Andernfalls seien unkontrollierte Baumaßnahmen mit Höhen bis zu 200 Meter und bis zu sieben Windrädern von auswärtigen Investoren zu befürchten. Die beiden Fraktionsvertreter stimmten ihnen grundsätzlich zu. Nienhaus berichtete von Windmessungen der Stadt Wetter und gab der Hoffnung Ausdruck, dass die gemessenen Windgeschwindigkeiten bei Mellnau, die Anfang April vorliegen sollen, für eine Genehmigung von Windkraftanlagen nicht ausreichen werde.

„Sich darauf zu verlassen reicht aber nicht“, so die Meinung der BI. Zum einen könnten Investoren dennoch Bauanträge beim Regierungspräsidium stellen, zum anderen werde nur in windreichen Monaten gemessen, so dass die Ergebnisse hoch ausfallen könnten.

Im Bezug auf den geplanten interkommunalen Windpark am Wollenberg, an dem sich die Gemeinden Wetter, Lahntal und Cölbe sowie die Marburger Stadtwerke beteiligen wollen, äußerte die BI vor allem wirtschaftliche Bedenken. „Wir haben drei Geschäftsführer und mehrere Unternehmer in der BI, die alle rechnen können. Und wir haben gute Gründe, eher einen massiven Verlust als Gewinne zu erwarten“, kommentierte Böttcher die Rechenbeispiele.

Verwundert äußerten sich die BI-Mitglieder darüber, dass der Wollenberg als FFH-Gebiet bis vor kurzem noch in jeder Hinsicht als schützenswert gegolten habe, während nun weder Mopsfledermaus noch Rotmilan irgendeine Rolle zu spielen schienen. „Aber wir wollen den Naturschutz nicht vorschieben. Wir wollen auch nicht um jeden Preis Windkraft verhindern, aber wir wollen, dass solche Anlagen dort entstehen, wo sie den wenigsten Schaden anrichten“, betonte Andreas Ditze von der BI.

von Martina Koelschtzky

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