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Ausschuss für Bestattung unterm Baum

In Wetter Ausschuss für Bestattung unterm Baum

Generell soll es in Wetter auch möglich werden, seine letzte Ruhestätte unter einem Baum zu finden - und zwar auf dem Gelände des Alten Friedhofs.

Wetter. Während der Sitzung des Ausschusses für Bau und Umwelt Wetter am Montagabend (die OP berichtete) kam auch ein Antrag der SPD zur Sprache mit der Zielsetzung, dass künftig auf dem Alten Friedhof in Wetter Baumbestattungen möglich werden. Von dieser Idee zeigten sich alle Mitglieder des Ausschusses angetan.

Allein Bürgermeister Kai-Uwe Spanka machte in seiner Funktion als Kämmerer wenig Mut, dass die dafür benötigten Gelder noch in den Haushalt 2013 eingestellt werden können. „Wir sollten zudem erst klären, wer in Wetter künftig für die Friedhöfe zuständig sein soll“, meinte das Stadtoberhaupt. Sonst teilte er die Meinung der Ausschuss-Mitglieder, dass die Idee weiterverfolgt werden sollte. Auch Heinrich Berger, Vorsitzender der Friedhofskommission Wetter, der an der Sitzung als Besucher teilnahm, und vom Ausschuss-Vorsitzenden Rederecht erhielt, sieht in dieser Form der Bestattung viel Potenzial. „Wir haben schon jetzt 70 Prozent Urnenbestattungen.“

Viele Menschen wollten jetzt eine Lösung, die den Familienangehörigen später keine Pflegearbeiten aufbürden. Ebenfalls unter den Besuchern weilte Sabine Gleisner-Kuß, die von Berufswegen viel Fachwissen mitbringt und bei der Umsetzung des Projekts zur Verfügung stellen würde. Auch dieses Angebot wurde positiv aufgenommen. Laut Astrid Wagner von der SPD-Fraktion, die den Antrag unterschrieben hat, soll der Alte Friedhof für Baumbestattungen genutzt werden. Unter die Bäume werden dann ausschließlich Urnen vergraben. Mit einer sprachlichen Verfeinerung des CDU-Mannes Volker Drothler bedacht, wird der Antrag nun so gestellt, dass der Magistrat alles in die Wege leiten soll, dass auf dem Alten Friedhof Baumbestattungen möglich werden. Dazu bedarf es unter anderem einer Flächennutzungsplanänderung. Sabine Gleisner-Kuß stellte auf Nachfrage heraus, dass der derzeit brach liegende Alte Friedhof bei neuer Nutzung wieder eine Friedhofssatzung erhalte und es somit ausgeschlossen werden könne, dass dann dort weiterhin Hunde ausgeführt werden. Zurzeit werde der Alte Friedhof sehr stark als „Hundetoilette“ genutzt, hatte zuvor Klaus Gerber von den Grünen angemerkt.

von Götz Schaub

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