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Auf „durchkreuzten Wegen“ durch Wetter

Kreuzweg Auf „durchkreuzten Wegen“ durch Wetter

„Wo steht das Kreuz heute?“ Dieser Frage gingen am Freitagabend rund 50 evangelische und katholische Frauen auf ihrem Kreuzweg von Kirche zu Kirche in Wetter nach.

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Der ökumenische Kreuzweg „Durchkreuzte Wege“ führte durch die Straße An der Stadtmauer, zur Synagoge und über den Marktplatz zum Klosterberg. Foto links: „Wer regiert das Geld?“ – dieser Frage gingen die Frauen an der ersten Station Am Untertor nach.

Wetter. Nach einer kurzen Andacht in der katholischen Kirche in Wetter, in der Gemeindereferentin Christiane Adler und Pfarrerin Andrea Wöllenstein den im Anschluss folgenden ökumenischen Kreuzweg vorstellten, ging es mit einem großen Holzkreuz voran, das abwechselnd getragen wurde, in Richtung Innenstadt. Ziel war die Stiftskirche.

Für das diesjährige Thema der Veranstaltung – „Durchkreuzte Wege“ - die in den Jahren zuvor dreimal hintereinander in Kirchhain stattgefunden hatte, war nach dem Zusammenschluss der Kirchenkreise, diesmal die Wahl auf Wetter gefallen.

An fünf Stationen, an denen der Zug der Frauen Halt machte, wurden ganz bewusst aktuelle gesellschaftliche Probleme angesprochen, die in Beziehung stehen mit dem im Markus-Evangelium geschilderten Kreuzweg Jesu. „Verspottet werden, Gewalt erleiden, erniedrigt und gedemütigt werden, verlassen und verraten sein“ – der Leidensweg Jesu holt das Leiden von Menschen aus der Unsichtbarkeit heraus und macht es öffentlich.

„Geld regiert die Welt, aber wer regiert das Geld?“ Diese Frage wurde an der ersten Station, zwischen den Standorten der beiden Banken der Stadt Wetter Am Untertor erörtert. Dabei fand Pfarrerin Andrea Wöllenstein deutliche Worte. Am Mönchtor kreuzte das Thema „Gesundheit, Krankheit und Pflege“, an der Synagoge „Hass und Verfolgung“ den Weg.

Auf dem Klosterberg, am ehemaligen Hospital der Stadt, wurde Toleranz anstatt Ausgrenzung gegenüber Andersgläubigen oder Menschen mit psychologischen Problemen thematisiert. In der Stiftskirche fand der Kreuzweg seinen Abschluss. An allen Stationen war das gesungene „Kyrieeleison“, mit der die Frage verbunden worden: „Wo steht das Kreuz heute - und wo können wir Frauen mittragen?“

von Elvira Rübeling

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