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Auch im Regen wird kräftig gerockt

Sarnauer Musikfestival Auch im Regen wird kräftig gerockt

„Eigentlich sollte der Sommer heute beginnen, aber er hat es sich wohl anders überlegt“ mutmaßte Moonages-Sänger Björn Mardorf auf der Bühne.

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„Die Moonages“ (oben) begeisterten beim Rock-Festival in Sarnau das Publikum genauso wie „Hearts Fear“ (links unten) und die jungen Musiker von „Fourth Avenue“.Fotos: Jürgen Jacob

Sarnau. Neben der Marburger Band „Moonages“ begeisterten auch „Fourth Avenue“ und „Hearts Fear“ die rund 200 Besucher auf dem Sarnauer Festplatz. Zum achten Mal in Folge hatte das Kuratorium „Sarn-AU‘er Urgewalten“ zum Open-Air-Festival „Sommer-Rock“ unter freiem Himmel eingeladen.

Während es der Lahntaler Band „Fourth Avenue“ noch vergönnt war, ihren Auftritt im abendlichen Sonnenschein zu spielen, ging es dann später am Abend zeitweise fast Unwetterartig zur Sache.

Vielleicht hätten Chantal Yancey (Gesang), Steven Bohl (Gitarre), Kevin Sause (Bass) und Remo Michel (Schlagzeug) doch nicht zu viel auf den Regen eingehen sollen? Aber Lieder über den Regenschirm („Umbrella“ von Rihana) oder aktuelle Songs von „Pink!“ oder auch Klassiker wie „Sweet home Alabama“ oder „Summer of 69“ begeisterten das Publikum.

Mit den letzten Takten der ersten Gruppe brach dann der Regen über das Lahntal herein. In der Umbau-Pause suchten die Festival-Gäste dann Schutz unter den aufgestellten Zelten und (Sonnen)Schirmen.

Doch die Mannen von „Moonages“ ließen sich vom anhaltenden Regen nicht beirren und begeisterten ihr Publikum mit ihrem eigenen Sound. Schwebende Soli und knackige Gitarrenriffs, groovig pumpende Rhythmusparts und eine bestechende Stimme fügen sich harmonisch zusammen und verleihen „Moonages“ ein markantes musikalisches Gesicht.

Textlich tiefgründig, mal abgehoben verträumt und weltentrückt, mal zupackend und direkt präsentierten sich Björn Mardorf (Gesang), Christian Unger (Gitarre), Frank Sauer (Gitarre), Guido Pöppler (Bass), Stefan Herzig (Schlagzeug) und Peter Nachtigall (Technik) und sorgten für Stimmung. Dabei konnten sie auf das gesamte Repertoire von mittlerweile fünf Studio-Alben zurückgreifen und präsentierten dabei nicht nur Lieder ihrer aktuellen CD „reflections“, sondern auch der vorherigen Alben und ganz neues Material.

Den Abschluss des Abends übernahmen die Musiker von „Hearts Fear“. Mit der klassischen Besetzung Gitarre, Bass und Schlagzeug interpretierte das Trio Alexander Baumann (Gitarre/Gesang), Rüdiger Gnittka (Bass/Gesang) und Sebastian Nolte (Schlagzeug/Gesang) den klassischen Rock der vergangenen Jahrzehnte authentisch und mit ganz viel Spaß an der Live-Musik. Dabei standen bei den Stücken von Jimmy Hendrix oder ZZTop die Authentizität und der Spaß an der Musik im Vordergrund.

von Jürgen Jacob

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