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Anwohner sind die Disko-Rüpel leid

Sitzung in Niederasphe Anwohner sind die Disko-Rüpel leid

Die Anwohner im Bereich Hainbirke in Niederasphe, genau genommen die in unmittelbarer Nähe der Diskothek „Grotte“, haben es endgültig satt.

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Großes Bürgerinteresse herrschte an der Ortsbeiratssitzung in Niederasphe.

Quelle: Elvira Rübeling

Münchhausen. Die Bürger fordern Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen, Polizeipräsenz sowie innerhalb der Tempo-30-Zonen weitere Verkehrsberuhigung mit Schwellen und eine längere Straßenbeleuchtung in Niederasphe.

Vandalismus und Ruhestörungen, beispielsweise durch an- und abfahrende Pkw, nächtliche „Autorennen“ oder Gegröle und Geschrei bis in den frühen Morgen haben nun endgültig das Fass zum Überlaufen gebracht. Immer wieder Müll, Scherben, Dreck, Erbrochenes auf den dazu noch ständig zugeparkten Nachbargrundstücken, herausgehobene Kanaldeckel, zerstörte Blumenkübel und beschädigte Hauswände – so kann es nicht weitergehen, klagten Anwohner in der öffentlichen Ortsbeiratssitzung unter der Leitung von Ortsvorsteher Roland Wehner am Montag.

In der Sitzung hatten alle Beteiligten die Möglichkeit, ihren Unmut zu äußern, aber sie hörten sich auch die Argumentation des „Sündenbocks“, des Pächters der Diskothek an und ließen sich über die rechtliche Situation aufklären.

Fakt aufgrund der ausgehebelten Lärm- und Sperrschutzverordnungen sei, so Münchhausens Hauptamtsleiter Michael Emmerich, dass der Pächter nicht für das verantwortlich gemacht werden könne, was Jugendliche im Umfeld seiner Diskothek veranstalten. Für ihn besteht lediglich die Pflicht, seine Auflagen, die er hinsichtlich seines Unternehmens auf seinem Grundstück hat, zu erfüllen. Für Straftaten seiner Gäste auf Nachbargrundstücken kann er laut Gesetzgeber nicht verantwortlich gemacht werden.

Pächter Wilfried Diehl tut unterdessen jedoch bereits mehr als das. 300 Euro lässt er sich nach eigenen Angaben Nacht für Nacht den Einsatz von vier Sicherheits-Mitarbeitern kosten, die ab sofort nun auch zusätzlich den gesamten Bereich um die „Grotte“ kontrollieren werden. Die Anwohner sind gleichzeitig aufgefordert, auf Vorkommnisse zu achten, sensibel zu reagieren und sofort die Wachmannschaft per Handy zu kontaktieren. In Kürze wird allen Anwohnern die entsprechende Telefonnummer mitgeteilt.

Des Weiteren wurden die Anwohner innerhalb der Sitzung mehrmals dazu aufgefordert, jeden Fall von Ruhestörung, Lärmbelästigung und Vandalismus sofort zur Anzeige zu bringen. Nur dadurch werde in Zukunft eine größere Polizeipräsenz, die geforderten Kontrollen oder vielleicht auch die Zusammenarbeit mit der „Sonderabteilung Jugendschutz“ ermöglicht.

Im Anschluss besprachen die Ortsbeiratsmitglieder die weitere Gestaltung der Außenanlage um das Bürgerhaus, wobei sie sich unter anderem mehrheitlich für die völlige Entfernung der Hecke aussprachen. Künftig wird eine 60 cm hohe Mauer die Abgrenzung zur Raiffeisenstraße bilden. In diesem Zusammenhang soll nun auch bis zur nächsten Sitzung ein Konzept für die Reinigungsarbeiten im und außerhalb des Bürgerhauses ausgearbeitet werden, welches den Aufgabenbereich des Hausmeisters, als auch den der nutzenden Vereine klar regeln soll.

von Elvira Rübeling

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