Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Am Regentag kommen die Besucher

Solarmesse Am Regentag kommen die Besucher

Die achte Solarmesse in Sterzhausen zeigte zwei „Gesichter“. Kamen am ersten Ausstellungstag eher wenige Besucher, wurde es am Sonntag deutlich lebhafter.

Voriger Artikel
Auf den Spuren der Verschwundenen
Nächster Artikel
Noch ein Federstrich bis zum Baurecht

Reinhard Pfaff aus Sterzhausen war einer von vielen Besuchern der Solarmesse, die in Sterzhausen das Zweiradfahren mit Elektromotor-Unterstützung ausprobierten.Foto: Manfred Schubert

Quelle: Manfred Schubert

Sterzhausen. Recht „Solarenergie-effizient“ verhielt sich das Publikum der achten Solarmesse im Nordkreis, die Lahntals Bürgermeister Manfred Apell am Samstag im „Haus am Wollenberg“ vor 80 Gästen eröffnete. Den sonnigen Samstag nutzten viele wohl lieber, um im Garten zu arbeiten oder sonstigen Tätigkeiten im Freien nachzugehen. Das Gros der geschätzt 700 Besucher kam am verregneten Sonntag, führte dann aber zum Teil noch über das offizielle Messeende um 17 Uhr hinaus Gespräche mit vielen der insgesamt 28 Aussteller.

Apell erinnerte an die Anfänge der damals noch allein von der Gemeinde Lahntal veranstalteten Messe, die 2005 maßgeblich auf Initiative von Michael Meinel ins Leben gerufen wurde. Der Beigeordnete im Gemeindevorstand für Klimaschutz und Energiewandel hatte auch diesmal die Organisation übernommen, seit 2008 findet die Solarmesse in interkommunaler Zusammenarbeit mit Cölbe, Münchhausen und Wetter und somit auch an wechselnden Orten statt. Nach Bürgeln 2010 und Wetter 2011 in diesem Jahr wieder am Ursprungsort.

Der Stellenwert der Messe, so Apell, sei nach der aufgrund des Reaktorunglücks in Japan vor einem Jahr eingeläuteten Energiewende in Deutschland ein anderer, und auch der stetig steigende Ölpreis habe die Haltung vieler Menschen zu regenerativen Energien verändert.

Der allgemeine Informationsbedarf scheint nachzulassen, wenn man die Besucherzahlen, die 2008 einen Spitzenwert von 2000 erreichten und seither wieder abnahmen, betrachtet. Die Handwerker hätten die Teilnahme an der Messe derzeit nicht unbedingt nötig, meinte Michael Meinel, sie seien recht ausgelastet, einer der Anlagenbauer für Solarkollektoren beispielsweise sei mit sieben während der Messe abgeschlossenen Aufträgen ganz zufrieden gewesen.

Ein gefragtes Thema seien Lösungen für Sanierungen von Fachwerkbauten, beispielsweise mittels Warmluftkollektoren. Unter anderem dafür geeignet sei auch das Heizen mit Infrarot-Wärmesystemen, insbesondere in Verbindung mit eigener Stromerzeugung durch Photovoltaikanlagen zeigten die Besucher daran Interesse.

Die leichten und flachen Heiz-elemente können einfach befestigt werden und sind, wenn sie beispielsweise als Bild oder Spiegel gestaltet sind, gar nicht als solche erkennbar. Die direkt auf den Körper und Raumgegenstände wirkende Wärme wird laut Anbietern als sehr angenehm empfunden, biete schon bei niedrigeren Temperaturen Behaglichkeit und wirbele keinen Staub auf, weil nicht in erster Linie Luft erwärmt werden müsse. Das mache dies Heizform für Allergiker interessant. Aber auch Bistrotische mit Infrarotheizung für Gastronomen gebe es bereits, die als Alternative zu den mit Gas beheizten Strahlern in Frage kämen.

Viele Messebesucher nutzten die Gelegenheit, einfach mal das Radfahren mit Elektromotor-Unterstützung oder den rein elektrisch angetriebenen Zweisitzer Twizy von Renault auszuprobieren.

von Manfred Schubert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr