Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 14 ° Regenschauer

Navigation:
Altes Handwerk fasziniert Besucher

Oberrosphe Altes Handwerk fasziniert Besucher

Mit so großem Publikumsinteresse hatten die Veranstalter nicht gerechnet. Etwa 800 Menschen besuchten das zweite Hoffest des Dorfmuseums Oberrosphe.

Voriger Artikel
Piloten üben Anflug mit Radarführung
Nächster Artikel
Rincke: „Die Chemie stimmte nicht“

Mit großem Interesse verfolgten die Besucher die Arbeit von Vera Morneweg aus Halsdorf, die mit der Kettensäge erstaunlich filigrane Strukturen aus dem Holz schnitt.

Quelle: OP

Oberrosphe. Der Besucherandrang hatte zur Folge, dass schon nach drei Stunden die Bratwurstbude geschlossen werden musste; und auch Hessische Erbsensuppe mit Sauerkraut sowie die Forellen reichten nicht bis zum Schluss, der für 18 Uhr angesetzt war.

Aber nicht nur leckere Dinge wie Brot aus dem Holzbackofen, Holunderblüten-Prosecco oder verschiedene selbstgebackene Kuchen kamen sehr gut bei den Gästen an. Auch die Vorführungen alter Handwerke sowie jüngeren Kunsthandwerks stießen auf viel Interesse. Beispielsweise gab es einen Sensen-Dengel-Lehrgang, aber auch das Angebot, Sensen dengeln zu lassen, wurde genutzt.

„Bisher wurden mir neun Sensen gebracht, da habe ich noch einige Tage zu tun“, sagte Peter Neusel und schlug weiter mit dem Hammer auf eine Schneide.

Bei Heinrich Bubenheim fiel allerdings die Schmiedevorführung aus. Man konnte sich zwar in der Schmiede umschauen, in der angeheizt war, aber der Abzug funktionierte nicht richtig, so dass man es nicht lange im verräucherten Raum aushielt.

Jedoch gab es genügend andere Dinge an insgesamt 17 Ständen, im Museum und im Außenbereich zu sehen. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher die Arbeit von Vera Morneweg aus Halsdorf, die mit der Kettensäge erstaunlich filigrane Strukturen aus ganzen Baumstammstücken schnitt. So entstand beispielsweise ein Wildschwein vor den Augen der Zuschauer. Vor drei Jahren begann die junge Frau, die als Jugendliche mit ihrem Vater Holz schnitt und somit den „normalen“ Umgang mit einer Kettensäge kannte, sich für den künstlerischen Einsatz dieses eher groben Werkzeugs zu interessieren. Seit diesem Jahr geht sie auf Märkte, besonders gern stellt sie Hundeskulpturen her.

von Manfred Schubert

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der gedruckten OP vom 12.07.2010.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr