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Acht Euro jährlich für die Feuerwehr

Brandschutz in Cölbe Acht Euro jährlich für die Feuerwehr

Die Feuerwehr ist unverzichtbar, in Cölbe wie auch anderswo. Die Brandschützer der Nordkreis-Kommune befassten sich mit ihrer Zukunft, der sie zuversichtlich entgegensehen.

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Beförderungen und Ehrungen bei der Cölber Wehr: (vordere Reihe, von links) Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, die Geehrten Wilfried Prior und Heinrich Henkel, Gemeindebrandinspektor Volker Vincon und (rechts daneben) Bürgermeister Volker Carle.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Schönstadt. Neben den üblichen Jahresberichten stand ein Fachvortrag von Kreisbrandinspektor Lars Schäfer im Mittelpunkt der Hauptversammlung aller Feuerwehren der Gemeinde Cölbe.

Der kleine Saal des Schönstädter Dorfgemeinschaftshauses war gut gefüllt, als Gemeindebrandinspektor Volker Vincon auf ein eher ruhiges Jahr zurückblickte. Insgesamt 71 Mal seien die Wehren der vier Ortsteile im Jahre 2011 alarmiert worden, um den Einwohnern zu helfen. Der Anteil der Brandbekämpfungen habe dabei einen Anteil von 27 Prozent (19 Einsätze) gehabt.

Erwartungsgemäß sei die Wehr in Cölbe als dem größten Ortsteil mit 32 Einsätzen am häufigsten gerufen worden. Die Schönstädter Feuerwehr hatte dagegen bei 9 Einsätzen nur wenig zu tun.

Mit insgesamt 136 Mitgliedern (davon 18 Frauen) in den verschiedenen Einsatzabteilungen mit einem Durchschnittsalter von 36 Jahren sei die Cölber Wehr aktuell personell gut aufgestellt, berichtete Vincon. Einundzwanzig Aktive haben sich 2011 an Lehrgängen auf Kreisebene beteiligt, an der Landesfeuerwehrschule in Kassel ließen sich 10 Mitglieder weiterbilden lassen. An Einsatzstunden, bei Ausbildungs- und Lehrgangsstunden, bei der Gebäude und -geräteunterhaltung und in der Verwaltung und Führung kommen die Cölber Wehren auf insgesamt 7931 freiwillig geleistete Stunden, was nur unwesentlich unter dem Vorjahreswert liegt.

Die gemeindlichen Wehren verfügten nach Aussage des Gemeindebrandinspektors über eine solide Ausrüstung, der ein guter Zustand attestiert worden sei. Dies läge wohl an der guten Pflege und Wartung. Mit Blick auf den Cölber Gemeindehaushalt stellte Vincon fest, dass die Feuerwehr jeden Cölber Bürger im übertragenen Sinne „lediglich“ acht Euro im Jahre 2011 gekostet habe.

In der Feuerwehrarbeit scheint die Umstellung auf den Digitalfunk nun voranzuschreiten. Vorsorglich hätten die Cölber Brandschützer schon mal 70 Plätze zur Schulung der Endanwender gebucht.

Die für den Nachwuchs zuständige Sabine Otto konnte angesichts zum Teil dramatischer Einbrüche im Kreisgebiet über recht stabile Cölber Verhältnisse berichten. Zwar stünden auch in Cölbe 13 Abgängen nur 4 Neuaufnahmen gegenüber, doch mit 48 Jugendlichen (davon 18 Mädchen), die von 15 Ausbildern betreut werden, sei die Zahl noch nicht besorgniserregend. „Wir können mit Zuversicht in die nächsten Jahre gehen“, bilanzierte Otto.

Der anschließende Vortag von Lars Schäfer mit dem Titel „Feuerwehr, quo vadis?“ kam zu einem nicht ganz unerwarteten Ergebnis. Die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren sei alternativlos, weil alle anderen Modelle nicht bezahlbar wären. „Wenn wir nicht kommen, dann hilft niemand“, betonte Schäfer und hatte die uneingeschränkte Zustimmung der Anwesenden auf seiner Seite.

Ehrungen:

Goldenes Brandschutzehrenzeichen am Bande für mindestens 40-jährige aktive und pflichttreue Dienstzeit an: Hauptbrandmeister Wilfried Prior und Oberfeuerwehrmann Heinrich Henkel.

Ernennungen:

Zum Hauptlöschmeister: Patrick Alexander Jung; zum Löschmeister: Kai Wilhelm Heller und David Loechelt; zum Hauptfeuerwehrmann: Fabian Wenzel und Martin Pinschmidt; Oberfeuerwehrfrau und -mann: Manuela Elsen und Florian Schäfer; zum Feuerwehrmann: Ahmet Öztuna, Thomas Pechmann und Thorsten Schmidt; zu Feuerwehrmann-Anwärtern: Karina Petra Steckbauer, Michael Kurz, Klaus Haberzettl, Carsten Gimbel und Sascha-Klaus Heberzettl.

von Heinz-Dieter Henkel

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