Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 17 ° wolkig

Navigation:
Abschied von „ohne Ausnahmen“

Nachtfahrverbot Abschied von „ohne Ausnahmen“

Es kam, wie es sich in der vergangenen Woche angedeutet hatte: Der Protest der regionalen Wirtschaft hat das von Wiesbaden angekündigte Nachtfahrverbot auf den Bundesstraßen 3 und 252 vorerst gründlich verändert.

Voriger Artikel
Zwischen Bunsenbrenner und Wetzstein
Nächster Artikel
Skepsis überwiegt bei Fahrverbot auf Probe

Wiesbaden. Der hessische Wirtschaft- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) machte sich am Montag nicht die Mühe, selbst vor die Presse zu treten und zu verkünden, was zwischen seinem Ministerium und den Wirtschaftsvertretern in der vergangenen Woche und bis gestern ausgehandelt worden war (die OP berichtete).

Staatssekretär Steffen Saebisch übernahm den Part, zu erklären, was vom vollmundigen Nachtfahrverbotsversprechen „ohne Ausnahmen“ des Ministers vom 24. Februar übrig blieb. Bis zu vier Wochen wird es nun dauern, einen zweimonatigen Testlauf vorzubereiten, bei dem das Nachtfahrverbot für Lkw über 3,5 Tonnen gilt, aber nicht für die Be- und Entlader der heimischen Unternehmen.

Bei einem „Runden Tisch“ mit Kommunal- und Landespolitikern in Wiesbaden verpflichtete sich die heimische Wirtschaft dazu, durch die Beschränkung auf „die unumgänglichen Fahrten“ in den Nachtzeiten selbst zur Verringerung der Lärmbelastung beizutragen. Gelingt dies innerhalb der zweimonatigen Testphase nicht, „wird über ein noch strikteres Nachtfahrverbot zu entscheiden sein“, so Saebisch weiter.

Vor nicht einmal zwei Wochen hatte Posch das in einer aktuellen Stunde im Landtag noch ausgeschlossen.

von Michael Agricola

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Umgehungsstraße B 252

Bürger der Ortschaft Todenhausen sperren aus Protest die Ortsdurchfahrt.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nordkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr