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56-Jährige starb durch Verletzung im Halsbereich

Todesfall 56-Jährige starb durch Verletzung im Halsbereich

Die in ihrem Haus in Wetter offenbar durch die eigene Tochter getötete Frau hatte schwere Kopfverletzungen. Sie starb allerdings durch Druck, der auf ihren Hals ausgeübt wurde, als sie schon „handlungsunfähig“ war.

Marburg. Diesen vorläufigen Befund ergab die Obduktion des Opfers am Montag, teilte Annemarie Wied, die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Marburg, auf OP-Anfrage mit. Demnach liegt der Todeszeitpunkt zwischen 17 Uhr am vergangenen Freitag um ein Uhr in der Nacht.

Die Leiche der Frau, die mit ihrer 29-jährigen Tochter seit etwa eineinhalb Jahren in dem Haus in der Goethestraße wohnte, wies nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis schwere Kopfverletzungen auf, die ihr mit einem stumpfen Gegenstand beigebracht worden waren. Diese führten unter anderem zu Hirnschwellungen, die die Frau handlungsunfähig machten.

Der Tod trat aber nicht dadurch ein, sondern durch Druck auf die „Halsweichteile“ und daraus folgende Einblutungen im Kehlkopf. Die Frau wurde nicht erwürgt, offenbar wurde mit einem Gegenstand zugedrückt. Ob die Gewalt gegen den Kopf und den Hals unmittelbar nacheinander geschahen, blieb offen.

Die 29-jährige Tochter des Opfers sitzt seit dem Wochenende in Haft. Sie hatte sich am Samstag gegen 11 Uhr der Polizei gestellt und angegeben, dass sie ihre Mutter getötet habe. Zu Tathergang und Motiv schweigt sie. Nach den bisherigen Ermittlungen sei weder der Tatbestand eines Mordes noch eine gefährliche Körperverletzung mit Todesfolge ausgeschlossen, sagte Annemarie Wied. Für eine Bewertung der Tat sei es aber noch zu früh.

von Michael Agricola

Mehr zum Thema lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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Mit einem stumpfen Gegenstand erschlug eine junge Frau in Wetter offenbar am Freitagabend die eigene Mutter. Die Hintergründe der Tat sind noch völlig unklar.

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