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Nordkreis 472 Fahrzeuge zu schnell unterwegs
Landkreis Nordkreis 472 Fahrzeuge zu schnell unterwegs
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21:47 17.04.2015
Polizeioberkommissar Jörg Schmidt bediente ein Messgerät beim Blitz-Marathon am Donnerstag in der Leopold-Lucas-Straße in Marburg. Quelle: Thorsten Richter
Marburg

Ein positives Fazit zum dritten bundesweiten Blitz-Marathon am Donnerstag zieht die Polizei in Mittelhessen. Die meisten Autofahrer in den Landkreisen Gießen, Marburg-Biedenkopf, Wetterau und im Lahn-Dill-Kreis seien gut informiert gewesen über die Aktion.

„Unser Ziel ist es, mit dieser Aktion die Köpfe der Menschen zu erreichen und nicht die Geldbeutel“, erklärt der Leiter des hessischen Blitz-Marathons, Polizeidirektor Thorsten Fleischer. „An nahezu allen Kontrollstellen in Mittelhessen stellten Polizei und Kommunen weniger Geschwindigkeitsverstöße fest. Im Allgemeinen waren die Fahrer besonnen und vorsichtig unterwegs. Damit haben sie einen Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet.“ Fleischer appelliert an alle Kraftfahrzeugführer, sich auch in Zukunft an die Tempolimits zu halten, damit schwere Verkehrsunfälle verhindert werden können und alle gut und gesund ankommen.

31 Fahrer müssen den "Lappen" abgeben

Zwischen 6 und 24 Uhr richteten mehr als 140 Polizisten sowie Mitarbeiter der Kommunen über 70 Messstellen in Mittelhessen ein - sämtliche Blitzstellen wurden im Vorfeld über die Medien bekannt gegeben. Die meisten Autofahrer hielten sich überwiegend an die Tempolimits. Insgesamt passierten fast 90000 Fahrzeuge die Messtechnik - 2938 von ihnen waren schneller als die vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeiten. 2597 Fahrzeugführer wurden mit einer geringen Überschreitung erwischt. Ihre Geschwindigkeiten lagen bei bis zu 20 Stundenkilometern über dem Erlaubten. Mit einem Bußgeld von mindestens 70 Euro und ein bis zwei Punkten müssen 341 Fahrer rechnen. 31 von ihnen so schnell, dass sie für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten müssen.

Die Polizisten achteten bei ihren Kontrollen nicht nur auf die Geschwindigkeiten. So ahndeten sie auch Verstöße, wenn Autofahrer während der Fahrt telefonierten oder ihren Gurt nicht angelegt hatten. Im Landkreis Gießen zogen sie einen Fahrer, der unter Drogeneinfluss stand, aus dem Verkehr.

Im Landkreis waren Polizei und Kommunen an rund 20 Messstellen im Einsatz. Die Verkehrsüberwacher registierten 17315 Fahrzeuge, die die Technik passierten. Insgesamt waren 472 Fahrzeuge zu schnell. 436 Fahrzeuglenker müssen mit einem Verwarnungsgeld von maximal 30 Euro rechnen. 36 Kraftfahrzeugfahrer waren so schnell, dass auf sie ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg zukommen. Einer davon muss für mindestens vier Wochen auf seinen Führerschein verzichten.