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3 500 Menschen kommen nach Amönau

Amönau 3 500 Menschen kommen nach Amönau

Bei sonnigem Spätsommerwetter strömten ab der Mittagszeit am Sonntag wahre Besuchermassen in das „Dorf der Brücken“.

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An zahlreichen Ständen entlang des Baches gab es beim Rapunzelmarkt in Amönau viel zu entdecken und auch auszuprobieren.

Quelle: Manfred Schubert

Amönau. Zeitweise gestaltete sich das Durchkommen mit Autos sehr schwierig, da die als Parkplätze genutzten Wiesen und andere Flächen bald belegt waren, viele Fahrzeuge beidseitig entlang der Landstraße in Richtung Wetter parkten und diese nur noch einspurig nutzbar machten.

Für das kleine Verkehrschaos entschädigte die etwa 3 500 Gäste die Idylle des beiderseits des Treisbachs sich verteilenden Marktes. An mehr als 40 Ständen gab viel Handwerkliches, Selbstgemachtes, Kunsthandwerk und Naturprodukte aus der Region.

Um die Verpflegung der Besucher kümmerten sich die Ortsvereine, auch die musikalische Unterhaltung kam größtenteils von Einheimischen. Edgar und Erika Brock musizierten vor ihrer Antiquitäten-Scheune, anders als angekündigt, nicht nur zu zweit. Zur Freude der Besucher spielte die fast komplette Gruppe „Kesterburg-Folk“ deutsche, spanische und irische Folklore. Auf Ronzheimers Hof sang Heinz-J. Kappe englische und deutsche Rockklassiker, Balladen und Lieder zur Gitarre. Alleinunterhalter Hans-Werner Schaumburg aus Ernsthausen spielte vor dem Verpflegungsstand der Burschen- und Mädchenschaft Amönau bekannte Melodien.Viel Spaß an den gelungenen Aufführungen des „Musical Mobil Erfurt“ hatten große und kleine Märchenfreunde. Die Truppe zeigte „Das tapfere Schneiderlein“ im Garten des Amönauer Schlosses.

Besucher, Anbieter und Veranstalter zeigten sich zufrieden, eine Wiederholung des Rapunzelmarktes ist bereits so gut wie sicher. Alle Amönauer Vereine waren an Planung und Durchführung beteiligt, Hauptorganisator war der Heimatverein und vor allem dessen Vorsitzender Kurt Muth, dem die Vorstandsmitglieder der anderen Vereine hervorragende Arbeit bescheinigten.

Der Rapunzelmarkt löst den früheren, in der Regie eines kommerziellen Veranstalters liegenden Mundart- und Kräutermarkt ab. Geblieben ist, dass weiterhin vieles aus heimischen Kräutern und Früchten Hergestelltes angeboten wurde. Kräuterkennerin Hildegard Herr bot eine Kräuterwanderung mit anschließender Mahlzeit aus den gesammelten Kräutern an.

Am Vorabend hatte der Ortsbeirat zum traditionellen Dorffest „om Bach“ eingeladen. Die Jugendfeuerwehr zeigte dabei den 200 Gästen eine Schauübung und demonstrierte eine Fettexplosion. Adelheid Neumann von Kesterburg-Folk (Geige) und Viktor Schneider am Akkordeon spielten unter anderem jiddische Lieder.

von Manfred Schubert

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