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2 200 Module nehmen ihre Arbeit auf

Solarpark 2 200 Module nehmen ihre Arbeit auf

600000 Kilowattstunden, wenn es gut läuft, vielleicht sogar bis zu 700000 Kilowattstunden Strom sollen auf einer Gewerbefläche in Niederasphe jährlich über die Sonne gewonnen werden.

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Dr. Franz Kahle (von links), Peter Funk, dessen Stellvertreter Willi Parr, Rainer Kühne und Wolfgang Buder, Geschäftsführer der Marburg-Biedenkopf GmbH, geben das Startzeichen für die „Sonnenernte“ der über eine Achse drehbaren Module.

Quelle: Götz Schaub

Niederasphe. Pünktlich zur Einweihung der Freiflächen-Photovoltaikanlage waren alle gekommen, allein der Hauptsponsor, die Sonne, ließ sich nicht blicken. Sie verbarg sich hinter dicken Wolken, doch mag auch sie vernommen haben, dass man sie auch im hohen Norden zu schätzen weiß. Mal sehen, wie sie darauf reagieren wird.

In die Anlage sind immerhin rund ein Million Euro investiert worden, sagte Rainer Kühne, Geschäftsführer der Marburger Stadtwerke, während der offiziellen Einweihung der Anlage. Und gleich noch ein paar Zahlen: 2200 Module wurden auf der 7700 Quadratmeter großen Fläche verbaut. Die Leistung der Anlage liegt bei 574 Kilowatt-Peak. Wer damit nichts anfangen kann, darf sich lieber merken, dass damit theoretisch bis zu 200 Einfamilienhäuser mit Strom beliefert werden könnten, so Münchhausens Bürgermeister Peter Funk.

Noch einmal anders ausgedrückt: Man bräuchte allerdings schon 10000 dieser Anlagen, um ein Kernkraftwerk ersetzen zu können, so Kühne.

Und: Verglichen mit konventionellen Kraftwerken spart diese Anlage jährlich rund 280 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ein. Derzeit ist die neue Anlage die größte ihrer Art im Nordkreis dieses Landkreises, aber ihre Technik weist eine Raffinesse auf, die höchstwahrscheinlich in ganz Hessen noch nicht zum Einsatz gekommen ist: Eine einachsige Nachführung der Solarmodule sorgt dafür, dass die Erträge bis zu 20 Prozent höher ausfallen werden als bei starren Anlagen. Der innovative Ansatz der automatischen Modulnachführung war trotz der schlagartigen Restriktionen des Energie-Einspeise-Gesetzes ein wesentlicher Beweggrund für die Investition auf der relativ kleinen Fläche am Ortsrand von Niederasphe.

Dr. Franz Kahle, Bürgermeister der Stadt Marburg und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Marburg, stellte heraus, dass es keine gute Idee gewesen sei, Freiflächen-Photovoltaikanlagen aus der Förderung herauszunehmen. „Diese Anlagen sind auf dem Weg zur Energiewende unverzichtbar.

Kühne hob zudem hervor: Diese Anlage ist erst der Anfang für viele weitere Projekte, die wir gemeinsam unter dem Dach der Energie Marburg Biedenkopf GmbH und unseren neuen kommunalen Partnern in Zukunft stemmen wollen.“ Bürgermeister Funk zeigte sich sehr davon angetan, dass das Projekt innerhalb kürzester Zeit möglich wurde und die betreffenden Behörden gut aufeinander abgestimmt gearbeitet hätten.

von Götz Schaub

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