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Mir schwätze platt "Säächriemese" brennen ganz schön
Landkreis Mir schwätze platt "Säächriemese" brennen ganz schön
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14:54 08.02.2010
Quelle: Andreas Morlok/pixelio

Marburg. Ein kleines Tier mit vielen Namen eröffnet heute einen neuen Abschnitt der Dialekt-Serie „mir schwätze platt“. Im Ostkreis wird das kleine Insekt „Aambunze“ oder „Ombunze“ genannt, wie Heinrich Möhl aus Josbach zu berichten weiß. In Kleinseelheim heißt es „Umezeeche“, wie Claudia Weber schreibt, im Hinterland heißen Ameisen „Säächriemse“, wie Kurt Sänger berichtet – und im Landkreis gibt es wahrscheinlich noch eine stattliche Zahl anderer Namen für das kleine Tier, das vor allem für seinen Fleiß und seine etwas beißende Flüssigkeitsabsonderung bekannt ist.
Die hat auch zu einem Teil der manchmal sehr spielerischen Namen geführt. Denn „seichen“ bezeichnet Flüssigkeitsabsonderungen im weitesten Sinne. Und die interessieren vor allem Menschen, die mit den kleinen Tieren in Kontakt kommen. Und das sind meist kleine Menschen, nämlich Kinder. Und weil die viele interessante und manchmal auch schmerzhafte Erfahrungen mit den Ameisen machen, haben die kleinen Tiere auch so viele Namen, erklärt der Marburger Sprachwissenschaftler Professor Heinrich Dingeldein. Die große Variationsbreite gilt generell für Kinderwörter. In einem der nächsten Teile der Serie geht es dabei um Pflanzen.

von Gabriele Neumann

Warum die Ameise so viele Namen hat, hören Sie im Podcast mit Heinrich Dingeldein. Klicken Sie einfach auf den Pfeil neben dem Audiosymbol.

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