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"Mäat-Lelles" und "Braxehannes"

Charakterwörter "Mäat-Lelles" und "Braxehannes"

Der Frühling kommt und mit ihm die Feste. Kurz, die Jahreszeit für den "Mäat-Lelles" und andere feierfreudige Hessen beginnt.

Marburg . Er ist einer, der überall dabeisein will, auf keinen Fall eine Feier verpasst und in der Disco immer als letzter geht: der "Mäat-Lelles", wie man ihn im Hinterland nennt. Das zusammengesetzte Wort bezeichnet einen "Lelles", der sich gerne auf Märkten zeigt. Der "Lelles" wiederum ist ein Mensch, der viel redet, aber nicht immer viel zu sagen hat. Abgeleitet ist das Wort, wen wundert's, von "lallen". Und das wiederum bedeutet undeutlich sprechen oder plaudern, schwatzen. Den "Mäat-Lelles" könnte man also auch mit "Hans Dampf in allen Gassen" übersetzen. Dass der Mäat-Lelles oft viele "Bosse" im Sinn hat, "Lelles Bosse", wundert auch nicht weiter, wenn man weiß, dass "Bosse" soviel wie die hochdeutschen "Possen" sind, also dumme Streiche oder unüberlegte Dinge. Die können auch als "Braxe" bezeichnet werden, die wiederum nicht nur vom "Lelles", sondern auch vom "Braxehannes" gern erdacht und ausgeführt werden.

Haben Sie auch noch schöne "Bosse" oder "Braxe" auf Lager? Schreiben Sie uns unter dem Stichwort "Mir schwätze platt" an online@op-marburg.de oder per Post an die Oberhessische Presse, Franz-Tuczek-Weg 1, 35039 Marburg.

von Gabriele Neumann

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