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Mein Traum vom Segelfliegen

Lebenstraum Mein Traum vom Segelfliegen

In der Serie „Mein Traum vom...“ stellen wir Menschen aus dem Landkreis vor, die hart daran arbeiten, ihren Lebenstraum zu erfüllen. Menschen wie Flugschüler Norbert Kratzmann.

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„Ich wollte in den Wolken spazieren gehen“, erinnert sich Norbert Kratzmann an seinen ersten Flug als Kind. Heute macht der 58-Jährige seinen Segelflugschein und erfüllt sich damit einen Lebenstraum.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Norbert Kratzmann ist abgehoben. So richtig. Zuletzt vor ein paar Tagen. Der 58-Jährige erfüllt sich gerade seinen Lebenstraum. Er lernt fliegen. Segelfliegen, um genauer zu sein.

Seit zwei Jahren zieht es den Rentner regelmäßig auf den Flugplatz Amöneburg.Den Traum vom Fliegen träumt Norbert Kratzmann schon seit seiner frühesten Kindheit. Und dabei war seine erste Begegnung mit einem Flugzeug alles andere als vertrauenserweckend.

Aufgewachsen an der Ostsee, beobachtete er als Junge die Ernteflieger, die im Tiefflug über die Äcker donnerten. Bis eines Tages einer der Piloten sich überschätzte und mit der Schnauze in einem Bewässerungsgraben hängen blieb. Das Flugzeug überschlug sich, der Pilot blieb unverletzt.

Die Maschine aber hatte nur noch Schrottwert. „Die brauchten meine kleinen Patschehändchen, damit ich verschiedene Stecker ziehen konnte, damit das Flugzeug abtransportiert werden konnte,“ erinnert sich Kratzmann. Seine zweite Begegnung mit einem Flugzeug – wieder eine Extremsituation.

Kratzmann und seine Familie flohen kurz vor dem Mauerbau aus Berlin nach Frankfurt – in einem Flugzeug der amerikanischen Besatzungsmächte. Die Situation war angespannt, die Zukunft ungewiss. Und trotzdem erinnert sich der heute 58-Jährige nicht nur an die beklemmenden Umstände sondern auch an seinen ersten Flug: „Ich wollte draußen in den Wolken spazieren gehen“, gesteht er.

von Marie Lisa Schulz

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