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Der Beginn des Tages

Adieu Morgenmuffel Der Beginn des Tages

"Guten Morgen, liebe Sorgen"? Nein, so muss der (Arbeits-)tag nicht anfangen.

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Wie arbeite ich effektiver?

Inge Maisch unterstützt und berät Berufstätige als Coach.

Kennen Sie das? Wieder einmal das übliche Morgen-Grauen: Statt in Ruhe zu frühstücken und sanft in den Tag hinein zu gleiten, hetzen wir los zur Arbeit, liefern schnell noch die Kinder in der Schule ab oder die Partnerin an ihrer Arbeitsstelle, ehe wir erschöpft und atemlos im Büro auf unserem Schreibtischstuhl landen oder im Betrieb unsere Arbeit beginnen.

Und meist setzt sich die am Morgen von uns eingeläutete innere und äußere Hektik den ganzen Tag über fort. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter warten schon mit wichtigen und unaufschiebbaren Fragen. Das gleich am Morgen angesetzte Teammeeting ist vertan, weil uns die Zeit für die Vorbereitung fehlte. Der Blick auf unseren Terminkalender lässt uns erschauern, weil wieder einmal keine Minute Zeit für wichtige kreative Gedanken bleibt…

Wie wir in den Arbeitstag hinein starten, bestimmt den gesamten Ablauf unseres Tages. Dabei hat jeder von uns einen anderen Traum von einem guten und wohltuenden Arbeitsanfang: Während wir uns erst einmal in Ruhe auf den Tag konzentrieren müssen und auf unsere bereitliegenden Aufgabenlisten schauen und prüfen, welche die wichtigste ist, ehe wir unsere Tätigkeit aufnehmen, gilt für andere möglicherweise, dass sie sofort starten und dabei wissen, was sie den Tag über tun müssen.

Unseren Arbeitstag beginnen wir am besten schon mit seiner Planung am Abend zuvor. Und wenn wir dann am darauf folgenden Morgen unseren Arbeitstag gelassen anfangen, dann werden wir effektiver und konzentrierter arbeiten als mit einem hektischen Start, der uns rasch das Gefühl gibt, sowieso von den Herausforderungen in unserem Beruf überfordert zu sein und uns deshalb missmutig auf alle Unwägbarkeiten unseres Alltages reagieren lässt. Wenn wir dann noch daran denken, dass die meisten von uns morgens intellektuell leistungsfähiger sind, und wir es am Nachmittag eher schätzen, unsere Routinearbeiten zu erledigen, weil wir in dieser Zeit eher leistungsärmer sind, dann können wir am Ende eines Arbeitstages entspannt sagen, heute war wieder mal ein ganz guter Tag.
von Inge Maisch

Checkliste für „Der Beginn des Tages…“
Die Checkliste verweist auf Fragen und Erfahrungen aus der täglichen Coaching-Praxis:
1.) Der Start in unseren Berufsalltag kann den ganzen Ablauf unseres Tages bestimmen. Ein hektischer und unkonzentrierter Anfang sorgt meistens dafür, dass wir uns durch unseren Arbeitstag gehetzt fühlen.
2.) Wenn Sie davon träumen, gelassener und effektiver Ihren Arbeitstag zu beginnen, dann helfen Ihnen Ihre Rituale, die Sie täglich leben (müssen). Versuchen Sie beispielsweise eine Viertelstunde früher aufzustehen und die morgendliche Dusche als wohltuenden Tagesanfang zu begreifen, Ihren frisch gekochten Kaffee zu genießen, die Yoga-Übungen, die 5 Denkminuten, das gemütliche Lesen Ihrer Tageszeitung …
3.) Planen Sie am Abend zuvor Ihre Aufgaben für den nächsten Tag und setzen Sie Prioritäten. Diese Arbeit versuchen Sie möglichst mit Beginn Ihres Arbeitsalltages zu erledigen, danach kommen die weniger wichtigen Aufgaben.
4.) Wichtige Besprechungen, die Ihre ganze Konzentration erfordern, sollten Sie die Zeit legen, in der Sie besonders aufmerksam sein können. Für die meisten von uns ist dies der Vormittag.

Tipps zum Lesen
Gebhardt, Christa, Muntermacher für Morgenmuffel: Tipps und Tricks für einen schwungvollen Start in den Tag, 2008, BLV Verlag, ISBN: 978-3835403147

Das OP-Expertenteam
Waldemar Droß, Agentur für Arbeit Marburg, Leitung
Frank Hüttemann, Referent Wirtschaftsförderung Landkreis Marburg-Biedenkopf
Claudia Schäfer, Frauenbeauftragte, Landkreis Marburg-Biedenkopf
Barbara Schade, Beraterin und Coach, Klinik für Psychosomatik, Universitätsklinikum Gießen und Marburg
Elke Seim, Berufsberaterin, Agentur für Arbeit, Marburg

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Die Karriere-Beraterin

Inge Maisch arbeitet im Bereich Business und Personal Coaching. Sie begleitet und berät ihre Klienten bei beruflichen oder persönlichen Fragestellungen. Schwerpunkte sind Karriereplanung, Weiterentwicklung als Führungskraft, das Herausarbeiten neuer beruflicher Perspektiven und die Unterstützung beim Auftritt im Beruf.

Seit 2009 schreibt sie die wöchentliche Kolumne "Ihre Karriere bitte!" für die Oberhessische Presse. mehrKostenpflichtiger Inhalt