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Zwei Exzellenzzentren für Marburg

Novartis Zwei Exzellenzzentren für Marburg

Novartis Vaccines and Diagnostics baut weltweit seine Standorte zu Exzellenzzentren aus. Dafür müssen in Marburg rund 50 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz wechseln.

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Die Behringwerke in der Marburger Marbach. Der Pharmakonzern Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG streicht am Marburger Standort rund 50 Stellen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In Amsterdam, Basel und dem bayerischen Holzkirchen stehen demnächst die Schreibtische und Laborgeräte der Mitarbeiter aus dem Bereich Entwicklung der Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG.

Etwa 50 Stellen werden vom Marburger Standort des Pharmakonzerns in diese Städte verlagert. Betroffen sind die Abteilungen klinische Qualitätskontrolle, klinische Forschung, die Zulassung und die Arzneimittelsicherheit. Das bestätigte der Pharmakonzern gegenüber der OP.

Novartis baue weltweit seine Standorte als Exzellenzzentren aus. Marburg werde dabei als Exzellenzzentrum für moderne Impfstoffproduktion aufgestellt. Dafür wurden bereits rund 168 Millionen Euro in neue Produktionsanlagen und ein neues Qualitätskontrollgebäude auf dem MARS-Gelände (Marburger Standortentwicklung) investiert.

„Der Standort Marburg muss sich auch künftig als Produktionsstandort im internationalen Wettbewerb behaupten und sich entsprechend der Anforderungen der Märkte weiterentwickeln“, teilte das Unternehmen auf Nachfrage der OP mit. Ob Marburg langfristig zu einem reinen Produktionsstandort wird, dazu äußerte sich Novartis nicht.

Neben dem Exzellenzzentrum für die Impfstoffproduktion wurde der Marburger Novartis-Standort auch zum Exzellenzzentrum für klinische Serologie erklärt. Außerdem werde Marburg als eines von wenigen Zentren für Biostatistik benannt.

Damit sollen – vorbehaltlich abschließender Gespräche mit dem Betriebsrat – Ressourcen an bestimmten Standorten gebündelt werden, um Synergien zu schaffen und die divisionsübergreifende Zusammenarbeit des weltweit agierenden Unternehmens zu stärken.

„Den etwa 50 betroffenen Mitarbeitern wird angeboten, den Standort zu wechseln. Novartis hofft sehr, dass möglichst viele von diesem Angebot Gebrauch machen werden“, erklärte Novartis weiter. Von der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) war gestern kein Vertreter zu einer Stellungnahme zu den Stellenkürzungen zu erreichen. Auch der Betriebsrat von Novartis wollte sich nicht zu der Thematik äußern.

von Katharina Kaufmann

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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