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Hinterland Zwanzig neue Plätze für die Kleinsten
Landkreis Hinterland Zwanzig neue Plätze für die Kleinsten
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06:15 17.05.2012
Ein lang ersehnter Moment: Pfarrer Klaas Hansen schließt die Tür des Anbaus auf. Kita-Leiterin Kerstin Ries erhielt von Annette Platt vom Kita-Förderverein einen Spendenscheck von 10.000 Euro. Quelle: Björn-Uwe Klein
Kombach

Hochbetrieb herrschte am Samstag in den Räumen der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) „Sternschnuppe“ in Kombach. Zum einen feierte die Einrichtung ihr alljährliches Sommerfest, zum andern stellte sie den kürzlich fertiggestellten Anbau für die Betreuung von unter Dreijährigen der Öffentlichkeit vor.

Auf 236 Quadratmetern sind insgesamt 20 U-3-Plätze entstanden. Große Zufriedenheit war den Eltern und Erzieherinnen, den Mitgliedern des Kita-Fördervereins sowie den Vertretern aus der Kommunalpolitik und der Kirche anzumerken - und nicht zuletzt auch den vielen Kindern, die einen schönen Tag erlebten. „Hiermit machen Sie diese Kindertageseinrichtung fit für die Zukunft“, sagte Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD). Zukünftig, so war sich Thiemig sicher, hätten diejenigen Kitas, die auch U-3-Plätze anböten, deutliche Vorteile gegenüber anderen, die dies nicht täten. „Außerdem stellt eine solche Einrichtung einen immens wichtigen sogenannten weichen Standortfaktor dar“, erklärte der Rathauschef. Für Menschen, die überlegten, wo sie heimisch werden wollten, sei das Vorhandensein einer solchen Einrichtung „ein ganz entscheidendes Argument im Hinblick auf die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.“

„Mich persönlich verbindet mit diesem Gebäude unheimlich viel“, sagte der Kombacher Ortsvorsteher Frank Platt (CDU) und erinnerte an wichtige Stationen in der Geschichte der Kinderbetreuung in Kombach. Ende der 1990er Jahre habe sich eine Elterninitiative für den Bau einer neuen Kindertagesstätte stark gemacht. Dieses Ziel sei im Jahr 2003 erreicht worden. An derselben Stelle, wo der alte Kindergarten stand, der im Jahr 2000 sein 25-jähriges Bestehen feierte, wurde die Kita „Sternschnuppe“ errichtet. Neun Jahre später sei nun die Einweihung um 20 U-3-Plätze ein weiteres wichtiges Ereignis.

Mit den fünf neuen zählt die Kita Kombach nun insgesamt 15 Mitarbeiterinnen. „Zudem haben alle Fachkräfte eine zusätzliche Ausbildung im Umgang mit den Kleinkindern mit Bravour absolviert“, sagte Bürgermeister Thiemig, der der Kita-Leiterin Kerstin Ries den symbolischen Schlüssel übergab. „Dieser Schlüssel möge auch Herzen aufschließen“, betonte Thiemig.

Zu den weiteren Höhepunkten gehörte die Überreichung eines 10.000-Euro-Schecks durch Annette Platt vom Kita-Förderverein an Kerstin Ries. Die Leiterin führte Interessierte im Anschluss durch die neuen Räume. Zu deren Besonderheiten zählt beispielsweise eine Podestlandschaft, für deren Anschaffung die 10.000 Euro des Fördervereins genutzt wurden. Zwei Schlafräume von jeweils 16 Quadratmetern, zwei Sanitärbereiche, eine Küche, ein Personalraum, der zugleich als Durchgang zum Bestandsgebäude dient, finden sich in dem Anbau. Dessen Beheizung erfolgt über eine Fußbodenheizung mittels einer Luft-Wärmepumpe.

Entgegen der Kalkulation fallen die Baukosten um 40.000 Euro geringer aus, teilte Thiemig mit. „Die tatsächlichen Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf 610.000 Euro.“ Abzüglich eines Zuschusses des Bundes beträgt der städtische Anteil somit rund 310.000 Euro. 14 der 20 U-3-Plätze seien schon belegt. In den kommenden Wochen werden noch die Außenanlagen fertiggestellt.

von Björn-Uwe Klein

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