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„Zur Moral gehört, dass gestritten wird“

Diskussion „Zur Moral gehört, dass gestritten wird“

Dr. Heiner Geißler und Professor Heribert Prantl diskutierten in Marburg über Moral in Politik und Wirtschaft: Knapp 1 000 Gäste lauschten am Dienstagabend während des Gesprächsforums der Sparkasse Marburg-Biedenkopf gespannt den Worten des ehemaligen Bundesministers und des Politikjournalisten.

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Gut 1.000 Besucher verfolgten das Gespräch.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Moral in Politik und Wirtschaft lautete das Thema des Gesprächsforums der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, das am Dienstagabend in der Marburger Stadthalle stattfand. „Dass die Stadthalle bis auf den letzten Platz gefüllt ist, zeigt, dass das Thema aktueller denn je ist und bis in das Bankgewerbe hinreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Roland Hippe, zur Begrüßung und erntete damit die ersten Lacher des Abends. Dann überließ er die Bühne Dr. Heiner Geißler (Bundesminister A. D. und ehemaliger Generalsekretär der CDU) und Professor Heribert Prantl (Ressortleiter Innenpolitik der Süddeutschen Zeitung).

Diese nutzten die Bühne für eigene Ausführungen, kleine Anekdoten, angeregte Diskussionen und klare Statements. Die knapp 1 000 Gäste verfolgten das unterhaltsame, informative und stellenweise auch witzige Gespräch mit großer Aufmerksamkeit, sogen praktisch jedes einzelne Wort der beiden Sprachakrobaten in sich auf.

„Moral und Politik – gehört das eigentlich zusammen?“, fragte Geißler in seinem Eingangsstatement, nur um wenig später darauf zu antworten: „Die Sprache ist die Waffe des Geistes. In der politischen Auseinandersetzung kommt es, vor allem was die Moral angeht, auch darauf an, wie sie die Sprache einsetzen. Ob sie mit dem Säbel kämpfen oder mit dem Florett.“ In der Politik gehe es um das Schicksal von Millionen von Menschen, „da gibt es keine absolute Wahrheit, da gehört es zur Moral, dass gestritten wird“, betonte er.

von Katharina Kaufmann

Alles weitere zur Veranstaltung lesen Sie am Donnerstag ist der gedruckten OP.

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