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Hinterland Zur Einweihung treten Profis gegen Schüler an
Landkreis Hinterland Zur Einweihung treten Profis gegen Schüler an
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16:26 13.11.2015
Unter den Blicken der Schulgemeinschaft spielten Schüler der KSM gegen Spielerinnen der „Blue Dolphins“, hier Patricia Benet am Ball. Quelle: Marie Rentergent
Marburg

Als die Stadtwerke das Heizwerk, das jetzt seit einem Jahr in Betrieb ist, einrichteten, entschieden sie, dass sie neben einer neuen Zufahrt für die Belieferung gleich auch ein neues Basketballfeld errichten würden – „im Sinne einer weiterhin guten Zusammenarbeit mit den Kaufmännischen Schulen Marburg“, erklärte Vertriebsleiter Holger Armbrüster.

Stadträtin und Schuldezernentin Dr. Kerstin Weinbach lobte das Unternehmen, das rund 10.000 Euro zu dem Projekt beisteuerte: „Dieses Engagement der Stadtwerke ist der große Unterschied zu vielen Firmen in der freien Wirtschaft.“ Damit das neue Feld auch gleich einem praktischen Test unterzogen werden konnte, waren Spielerinnen der Marburger „Blue Dolphins“ zugegen, die gegen Schüler der KSM antraten.

Punkte zählte dabei niemand so ganz genau, die Zuschauer bejubelten jeden erzielten Korb beider Seiten gleichermaßen. Nach der Einweihung ermöglichte Thorsten Gerhardt von den Stadtwerken einen tieferen Einblick in die Funktionsweise des Heizwerks, das genügend Wärme für 120 Haushalte produziert.

So durften Interessierte einen Blick in den Heizofen (Foto: Rentergent) oder in das Lager, das bis zu 90 Schüttraummeter Brennmaterial fasst, werfen.

„Die erzeugte Energie gewinnen wir aus der Verbrennung von Holzhackschnitzeln, die wir natürlich aus der Region beziehen“, erklärte der Abteilungsleiter für Wärmeversorgung. Diese Vorgehensweise sei besonders ökologisch, weil das Brennmaterial ohnehin anfalle.

Auch Bewohner der anliegenden Haushalte besichtigten die Anlage und bekamen die Gelegenheit, Fragen zu stellen, wie etwa Kunstwissenschaftlerin Dr. Ilina Fach: „Wie stark senkt diese Heizanlage die Kosten gegenüber herkömmlichen Methoden wie fossile Brennstoffe?“

„Die Kosten senken sich nicht dramatisch, denn der Brennstoff ist zwar günstiger, aber dafür ist die Anlage aufwendiger und wartungsintensiver“, sagte Gerhardt, „in erster Linie ist der ökologische Effekt von Interesse.“ Dr. Fach gab zu, dass sie erwartet hatte, dass das neue Verfahren die Heizkosten auf lange Sicht deutlich senken würde.

„Und besteht so etwas wie ein Abnahmezwang, oder muss man nur bezahlen, was man verbraucht?“, fragte sie weiter, worauf Gerhardt versicherte, es werde nur so viel Wärme weitergeleitet, wie nötig. Außerdem äußerte er die Hoffnung, dass das Heizwerk zukünftig noch erweitert werde: „Von der Kapazität her könnten wir hier durchaus noch 1000 Kilowatt pro Stunde mehr erzeugen.“
Das wäre angesichts der aktuellen 850 Kilowatt in der Tat eine erhebliche Steigerung.

von Marie Rentergent