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„Zukunftsängste haben wir nicht“

Ministerbesuch „Zukunftsängste haben wir nicht“

Wie sieht die Zukunft des Tischlerhandwerks aus? Mit dieser Frage im Gepäck traf Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer am Freitag bei dem Großseelheimer Unternehmen Fus & Sohn ein.

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Hessens Finanzminister Thomas Schäfer (3. von links) besuchte die Möbelwerkstätten Fus & Sohn in Großseelheim und ließ sich von Firmenchef Reinhard Nau (rechts), Geschäftsführer Ralf Fach (links) und Tischlermeister Gunnar Rohr den Betrieb und die Werksta

Quelle: Katharina Kaufmann

Großseelheim. Pumuckl und seinen Meister Eder kennt jedes Kind. Dass es in einer Tischlerwerkstatt heutzutage aber ganz anders aussieht und zugeht, das wissen nur wenige. „Vom Meister Eder sind wir mittlerweile Meilen weit entfernt“, sagte Reinhard Nau, Firmenchef, Präsident des Fachverbands „Leben Raum Gestaltung“ und Landesinnungsmeister der Tischler Hessen, beim Besuch des hessischen Finanzministers Dr. Thomas Schäfer in seinem Betrieb am vergangenen Freitag. Heute würden Tischler mit großen Maschinen und moderner Technik verschiedenste Stücke anfertigen. „Die Stärke eines Tischlers ist es heute, das zu erschaffen, was der Kunde sich wünscht“, betonte Nau zum Erstaunen des Ministers.

Anlass für dessen Besuch in Großseelheim war der am kommenden Wochenende anstehende „Tag des Tischler-Handwerks“, an dem sich – wie auch am bundesweiten Tag des Handwerks“ am Samstag (siehe Kasten) – zahlreiche Tischlerbetriebe in Hessen der Öffentlichkeit vorstellen. Unter dem Motto „Vielfalt nach Maß“ öffnen sie ihre Türen und geben Einblicke in eine breite Produkt- und Dienstleistungspalette. Als die beiden tragenden Säulen ihres Gewerks sehen die hessischen Tischler ihren „qualifizierten Berufsnachwuchs und zufriedene Kunden“. Das machte auch Reinhard Nau deutlich.

Die Fus & Sohn Möbelwerkstätten und Innenausbau GmbH gibt es mittlerweile seit 110 Jahren. Gegründet 1902 durch Philip Fus wurde der Betrieb mehrfach erweitert und an nachfolgende Generationen übergeben. Reinhard Nau übernahm das Unternehmen 1992 und machte es durch viele neue Ideen zu einem modernen Betrieb für die Herstellung individueller Möbel und Innenausbau. Mittlerweile arbeitet mit Svenja Nau bereits die fünfte Generation in der Geschäftsführung mit.

„Wir sind ein mittelständisches Unternehmen und arbeiten durch modernste Technik und handwerkliches Können als professioneller Tischlerbetrieb“, erklärte Svenja Nau dem hessischen Finanzminister. Das demonstrierte Unternehmenschef Reinhard Nau schließlich auch bei einem Gang durch die Werkstatt: Neben riesigen computergesteuerten Maschinen bestaunte Finanzminister Schäfer auch, wie ein Möbelstück entsteht.

„Ich bin beeindruckt von diesem modernen Handwerksbetrieb. Der Schauraum mit einer umfangreichen Palette an eigenen Möbelstücken und Ideen für die Innenraumgestaltung hat Vorbildcharakter und weist den Weg für eine moderne Präsentation des Leistungsspektrums“, erklärte Schäfer. Design, Kreativität und handwerkliches Geschick kämen dort zusammen.

Auf die Ausgangsfrage des Finanzministers hatte Nau übrigens eine deutliche Antwort: „Zukunftsängste haben wir trotz des sich langsam abzeichnenden Fachkräftemangels nicht. Aber wir müssen auch dafür sorgen, dass wir uns zukünftig kontinuierlich weiterentwickeln.“

von Katharina Kaufmann

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