Volltextsuche über das Angebot:

30 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Zuhörer fühlen Bewerbern auf den Zahn

Bürgermeisterwahl in Breidenbach Zuhörer fühlen Bewerbern auf den Zahn

Die Meinung zum Ausbau von Windkraft und die Gestaltung der "Neuen Mitte" waren Themen im Rede-Duell von Silke Tesch und Christoph Felkl.

Voriger Artikel
"Voase" sorgt ständig für Verwirrung
Nächster Artikel
Flanieren wird zum Hochgenuss

Begrüßung ehemaliger Weggefährten: Silke Tesch und Christoph Felkl buhlen um die Gunst der Wähler. Foto: Björn-Uwe Klein

Breidenbach. Während der Podiumsdiskussion, in der sich die Kandidaten um das Amt des Bürgermeisters am Donnerstagabend in Breidenbach der Diskussion stellten (die OP berichtete), fühlten auch die Zuhörer Silke Tesch (parteilos) und Christoph Felkl auf den Zahn.

Ein Besucher wollte von den Kandidaten wissen, wie sie sich eine Verbesserung der Haushaltslage vorstellten. Tesch antwortete, dass aus ihrer Sicht erstens eine Konsolidierung der Finanzen erforderlich sei, um Haushaltssicherungskonzepte mit harten Sparauflagen zu vermeiden. Zweitens müsse man sich die Frage stellen, welche Fördermöglichkeiten es gibt. Schon jetzt würden viele Projekte durch Sponsoring ermöglicht.

Tesch war optimistisch, dass es auf diesem Gebiet noch viel Spielraum gibt, wie sie auch an späterer Stelle in Bezug auf die positive Geschäftslage vieler heimischer Unternehmen deutlich machte.

„Ich bin für das Sparen, aber ich bin nicht für das Totsparen, denn wir sehen im europäischen Raum, wohin das führt”, sagte Tesch.

Felkl erklärte, dass ihm das derzeitige Sparpotenzial überschaubar erscheine. „Mein Fokus liegt auf der Erhöhung der Einnahmen.“ Auf die Frage von Moderator Hartmut Bünger, was das vom Bund-Länder-Förderprogramm „Stadtumbau West” unterstützte Projekt „Neue Mitte” in Breidenbach ausmachen solle, sprach sich Christoph Felkl für eine Verkehrsberuhigung aus. Ebenso auch für die Schaffung von Treffpunkten, beispielsweise eines Cafés. Die neue Mitte solle nicht nur einen optischen Charakter, sondern auch eine Funktion haben - etwa als Ort zum Entspannen oder zum Kaffee trinken. „So etwas fehlt uns hier”, sagte Felkl.

Tesch erklärte, dass auch sie zu den Fragen, die eine Attraktivitätssteigerung der Kerngemeinde beträfen, einhergehend mit einer Ortsumgehung, „ein eindeutiges Ja“ gefunden habe. Die Neue Mitte müsse dabei als Anfang begriffen werden.

Unterschiedliche Erwartungen setzen Tesch und Felkl in den geplanten Windpark am Schwarzenberg. Auf Büngers Frage, ob er den Windpark befürworte, wenn die Gemeinde der finanzielle „Nutznießer” sei, antwortete Felkl: „Kurz gesagt: ja.”

Tesch erklärte, dass sie das Thema durchaus kritisch sehe. „Die politischen Diskussionen über Subventionsabbau lässt mir Zweifel an der Rentabilität kommen.” Sie lehnt das Vorhaben zwar nicht grundsätzlich ab, plädierte aber dafür, sich in dieser Frage Zeit zu lassen.

von Björn-Uwe Klein

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr