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Hinterland „Zu viel diskutiert, zu wenig gehandelt“
Landkreis Hinterland „Zu viel diskutiert, zu wenig gehandelt“
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22:41 28.09.2011
Felix Dersch hat im Kletterwald in Marburg in luftiger Höhe viel Spaß. Quelle: Nadine Weigel

Biedenkopf. Noch unter Altbürgermeister Karl-Hermann Bolldorf sind viele Gespräche mit dem Bürgermeister und den Verantwortlichen der Stadt Biedenkopf geführt worden, doch noch bevor die Verhandlungen ins Detail gingen, ist Investor Graudenz erst einmal abgesprungen.

Der Betreiber eines Kletterwalds in Steinau vermisste verlässliche Auskünfte über die Zahl der Besucher, und auch sein Vorhaben, die Gastronomie zu betreiben, scheiterte nach seinen Aussagen am Vertragswerk.

Um ein solches Projekt profitabel betreiben zu können, müssten die Zahlen stimmen: In zwei bis drei Jahren müssten mindestens 20.000 zahlende Gäste den Kletterwald besuchen. Weil das Projekt in einer eher abgelegenen und nicht dicht besiedelten Region realisiert werden würde, „muss man mehr bieten, damit die Leute auch kommen“, sagte Graudenz.

Die bestehenden Attraktionen auf der Sackpfeife, wie Ponyreiten, Kleintierzoo, Indianerdorf und Bungee-Trampolin, hält der Investor für nicht mehr zeitgemäß und auch zu personalintensiv. „Es ist wichtig, den Leuten, eine Attraktion zu bieten.“

Zwei Jahre liegen die ersten Gespräche zurück, das Parlament hatte im Oktober 2010 grünes Licht für den Kletterpark gegeben. Die Eröffnung war ursprünglich für April 2011 geplant. Doch dann kamen die Verhandlungen ins Stocken. „Es wurde zu viel diskutiert und zu wenig gehandelt“, sagt der Geschäftsmann.

von Silke Pfeifer-Sternke

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Hinterlandausgabe der OP und bereits am Mittwochabend auf Ihrem iPad.