Volltextsuche über das Angebot:

25 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
„Zu gesundem Wachstum verdammt“

Unternehmen „Zu gesundem Wachstum verdammt“

Das Cölber Elektrogroßhandelsunternehmen BTF Bonn Tatje Fackiner GmbH & Co. KG ist auf Expansionskurs: Nach einer neuen Betriebsstätte im Industriepark Höchst kommt demnächst noch eine Filiale in Nordrhein-Westfalen dazu.

Voriger Artikel
Fresenius kauft Fenwal für 1,1 Milliarden Dollar
Nächster Artikel
UKGM-Chef Menger gibt 30 Azubis Verträge

Im Industriepark in Frankfurt-Höchst hat BTF einen Betriebsteil der Mühlberger-Gruppe übernommen – und zwar den Elektrogroßhandel. Hauptkundenkreis vor Ort ist die produzierende Industrie, die unter anderem mit speziellen Leuchten, Steckern und Schalter a

Cölbe. „Wir sind zu gesundem Wachstum verdammt“, sagt Georg Tatje, einer von zwei Geschäftsführern der BTF GmbH & Co. KG aus Cölbe. Was er damit meint, erklärt er im nächsten Atemzug: „Der Handel in Deutschland, und auch der Elektrogroßhandel, muss stetig versuchen, bei schwindenden Margen den Umsatz zu steigern oder wenigstens auf dem gleichen Niveau zu halten, um zu überleben.“ BTF setzt dabei auf Wachstum. Seit Anfang des Jahres hat das Cölber Elektrogroßhandelsunternehmen einen Standort im Industriepark in Frankfurt-Höchst - und will auch diesen weiter ausbauen. „Bisher läuft alles nach Plan. Der Schritt nach Höchst zu gehen, hat sich als richtig erwiesen“, erklärt Prokurist Heiko Schäfer.

Etwa zweieinhalb Jahre hat die BTF-Geschäftsführung die Eröffnung des Standortes in einem der größten deutschen Industrieparks vorbereitet. Dort hat das Cölber Unternehmen im Januar den Betriebsteil Elektrogroßhandel der Mühlberger-Gruppe übernommen. „Die Mühlberger-Gruppe ist auf Arbeitsschutz spezialisiert und hat den Elektrogroßhandel mehr oder weniger nebenbei betrieben“, berichtet Tatje. Nun, da BTF den Bereich übernommen hätte, sei es erklärtes Ziel, ihn weiter auszubauen und unter den mehr als 90 vornehmlich aus den Bereichen Pharma, Chemie, Biotechnologie und Dienstleistungen im Industriepark ansässigen Unternehmen neue Kunden zu gewinnen. Diese werden vor allem mit Elektroartikel für den Explosionsschutz beliefert, sprich speziellen Leuchten, Schaltern und Steckern, die die Gefahr einer Explosion minimieren.

Die vier Mühlberger-Mitarbeiter wurden alle übernommen. „Sie sind sehr kompetent und haben ein hohes Insiderwissen“, erläutert Schäfer die Gründe dafür. Zudem sei es schwer entsprechende Fachkräfte für den Elektrogroßhandel zu bekommen. „Wir versuchen auch immer, die Prozessabläufe unserer Kunden zu optimieren. Da sind gut ausgebildete Mitarbeiter das A und O“, betont Tatje. Insgesamt beschäftigt die im Jahr 1945 gegründete BTF GmbH & Co. KG 165 Mitarbeiter an acht Standorten in Hessen, Thüringen und Sachsen, die die Kunden aus einem Warenstamm von mehr als 1,5 Millionen verschiedenen Artikeln versorgen.

Ein neunter Standort kommt übrigens bereits in der nächsten Woche hinzu. Dann eröffnet ein kleiner „Abholstandort“, wie Geschäftsführer Georg Tatjees nennt, in Büren in Nordrhein-Westfalen. „Dort werden wir drei Mitarbeiter beschäftigen, die in einem Handwerkerpark sitzen und einen eher klassischen Elektrogroßhandel betreiben mit Beleuchtungs- und Systemtechnik“, ergänzt Prokurist Schäfer. Weiteres Wachstum in den nächsten Jahren sei nicht ausgeschlossen.

von Katharina Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr