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Hinterland Zigaretten-Diebe müssen Haft antreten
Landkreis Hinterland Zigaretten-Diebe müssen Haft antreten
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18:49 14.06.2012
Mit diesem Fahrzeug kamen die Zigarettendiebe von der Landesstraße 3093 ab und wurden dabei aus dem Auto geschleudert. Quelle: Andreas Schmidt
Lohra

„Die Zweite Strafkammer kann gar nicht anders entscheiden, als die Berufung zu verwerfen“, sagte gestern Dr. Carsten Paul, Vorsitzender Richter des Schöffengerichts, während der Urteilsbegründung. Nach knapp anderthalbstündiger Verhandlung verkündete Dr. Paul diese Entscheidung, weil weder eine günstige Sozialprognose, noch besondere Umstände eine Aussetzung der Haftstrafen zur Bewährung ermöglichten.

Vor Gericht waren die beiden Ende Januar vom Amtsgericht verurteilten Männer mit ihren Anwälten erschienen. Sie hatten gestanden - ebenso wie ein dritter Beteiligter, dessen Berufungsverhandlung zu einem späteren Zeitpunkt terminiert wird -, am 20. September 2011 erst den Schlecker-Markt in Gladenbach und anschließend auch den in Lohra um Zigaretten erleichtert zu haben. In Gladenbach erbeuteten die Diebe Zigaretten im Wert von rund 800 Euro, in Lohra betrug der Wert rund 1500 Euro. Dabei gingen die Täter immer in gleicher trickreicher Weise vor: Während zwei Männer die einzige Verkäuferin, im Markt in ein Gespräch verwickelten, schlich sich der dritte in den Laden zu den Lagerstätten der Zigaretten, brach die Spinde auf und stahl sich mit dem Diebesgut davon.

Dabei wurden sie in Lohra von Zeugen beobachtet, die die Kennzeichen der Fluchtfahrzeuge der Polizei meldeten. Die Fahndung verlief erfolgreich: Kurz darauf stoppte die Polizei in Fronhausen einen Mercedes und nahm den damals 37-jährigen Verdächtigen fest, während ein Zivilfahnder auf dem Parkplatz eines Lebensmittelmarktes einen Hyundai mit den beiden anderen Verdächtigen, damals 30- und 31-jährig, mit gezogener Waffe stoppen wollte. Der Fahrer gab Gas, auf der Flucht kam er mit dem Hyundai vor Niederwalgern von der Landesstraße 3093 ab. Das Auto überschlug sich, die Täter wurden herausgeschleudert.

Das Amtsgericht verurteilte den heute 38-Jährigen und den 32-Jährigen zu einer Haft von einem Jahr und 10 Monaten sowie den 31-Jährigen zu einem Jahr und 6 Monaten - davon haben sie schon 4 in Untersuchungshaft abgesessen. Bereits im damaligen Rechtsgespräch kündigten die Verteidiger an, in die Berufung zu gehen. Ziel war es gestern, die Haft- in Bewährungsstrafen umzuwandeln.

Staatsanwalt Oliver Rust sah aber im Gegensatz zu den Verteidigern keine Anhaltspunkte für besondere Umstände oder eine positive Prognose. Der ältere Angeklagte sei wegen Eigentumsdelikten einschlägig vorbestraft und dass er „zufällig eine Woche vor der Berufungsverhandlung“ eine Arbeit aufgenommen habe, lasse eine Besserung auch nicht erwarten, erklärte Rust. Für dessen Bruder gelte das Gleiche, zumal dieser erst im kommenden Monat eine Arbeit antreten könne. „Die Angeklagten leben im Prinzip wie vor der Tat“, sagte Rust.

Dieser Ansicht schloss sich das Schöffengericht an. „Wesentliche stabilisierende Faktoren sind bei beiden nicht erreicht“, führte Dr. Paul in der Begründung aus. Beide seien zur Tatzeit verheiratet und in einem Arbeitsverhältnis gewesen und dennoch habe letzteres nicht als „deliktsprotektiver Faktor“ gewirkt, formulierte der Richter.

Gegen den Beschluss ist binnen einer Woche Revision möglich.

von Gianfranco Fain

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