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Zentrum rückt Ökologie in den Fokus

Jubiläumsfeier Zentrum rückt Ökologie in den Fokus

Am 7. September feiert das Schulbiologiezentrum in Biedenkopf sein 25-jähriges Bestehen und blickt auf ein Vierteljahrhundert umweltpädagogische Arbeit zurück.

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Auch während der Schulferien muss Gerhard Kraft im Schulbiologiezentrum Biedenkopf Pflegearbeiten übernehmen.Archivfoto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Biedenkopf . Das Kapitel um eine drohende Schließung des Schulbiologiezentrums an der Biedenkopfer Lahntalschule ist geschlossen und das Zentrum öffnet ein neues: Im September feiert die Institution ein großes Fest anlässlich seines langjährigen Bestehens und blickt erwartungsvoll in die Zukunft. Der Festakt beginnt um 14 Uhr und ist eingebettet in ein buntes Programm mit dem die Schulgemeinde bereits gegen Mittag beginnt.

Am 31. März 1987 übernahm der Landkreis Marburg-Biedenkopf die Trägerschaft des Schulbiologiezentrums mit seinen ökologischen Lernstationen. Auch wenn das Zentrum zukünftig mit einem neuen Betriebskonzept weitergeführt wird, so bleibt doch der Grundgedanke erhalten. Es diente und dient noch immer dazu, die Umwelterziehung zu koordinieren.

In den 1980er Jahren gewannen die außerschulischen Lernorte zunehmend an Bedeutung. Der Standort Lahntalschule eignete sich für das Konzept besonders gut, weil er aufgrund seiner Lage in der renatuierten Lahnaue und umgeben von Waldgebieten ein idealer Ort war, um Schülern Erfahrungen in der Natur und in der Landschaft zu ermöglichen.

Der Wald ist von der Lahntalschule aus schnell erreichbar, begleitet werden die Projekt auch von den Revierförstern. An der Lahnaue haben die Gruppen zudem die Möglichkeit, Beobachtungen und Untersuchungen zur Veränderung der Lahn vorzunehmen. Auch die Veränderung der Fauna und Flora der Auenlandschaft nehmen die Gruppen ins Visier. Auch können Daten aufgrund der ganzjährigen Beweidung durch Rinder und Pferde auf Probeflächen erhoben werden.

In den vergangenen Jahren kooperierte das Schulbiologiezentrum vermehrt mit dem Bieneninstitut Kirchhain. Im Mai dieses Jahres stand eine Veranstaltung unter dem Thema „Bienen-Schaukasten als saiso-nales Mini-Volk“. Ein Jahr zuvor beschäftigte das Lernverhalten und die Orientierung der Honigbiene die Teilnehmer.

Auch die Kindergartenkinder erfahren im Schulbiologiezentrum mehr über die Natur, und die Grundschüler erhalten Kenntnisse, Fertig- und Fähigkeiten, um die Prozesse in der Natur besser zu verstehen. Vor allem soll bei den Grundschülern die Neugier geweckt werden und sie sollen lernen, Verantwortung zu übernehmen.

Die Klassen 5 bis 7 beschäftigen sich im Schulbiologiezentrum hauptsächlich mit dem „Lebendigen“. Das Ziel ist es, den Schülern einen respektvollen Umgang mit allen Lebewesen zu vermitteln und ihnen die Verantwortung im Umgang mit der Umwelt bewusst zu machen.

In der gymnasialen Oberstufe hat die Umwelterziehung und die ökologische Bildung einen hohen Stellenwert. Einfache Messungen und Kartierungen werden an einem Biotop vorgenommen, um die im Biologie-Unterricht erworbenen Kenntnisse in der Natur anzuwenden. Die Schüler lernen den Umgang mit ökologischen Arbeitsmethoden der Dokumentation und interpretieren Karten und Diagramme unter biogeografischen Gesichtspunkten.

Das Schulbiologiezentrum ist aber nicht mehr nur ein Lernort für Kindergartenkinder und Schüler. In Kooperation mit der Volkshochschule fand zum Beispiel im März dieses Jahres ein Workshop statt, bei dem der Bau eines Insekten-Hotels auf dem Lehrplan stand.

von Silke Pfeifer-Sternke

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