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20:40 15.10.2014
Stadtjugendpfleger Karl Heinz Nickel (unten) und Waldemar Rummler lächeln von der Kletterwand der Großsporthalle in die Kamera.Foto: Hartmut Berge
Gladenbach

Am Dienstagabend befassten sich in gemeinsamer Sitzung der Haupt- und Finanzausschusses und der Ausschusses für Jugend, Sport, soziale und kulturelle Angelegenheiten mit der künftigen Jugendarbeit der Stadt Gladenbach. Am Ende stand die Grundsatzempfehlung beider Ausschüsse, bezüglich der Weiterführung einer professionellen Stadtjugendpflege eine Kooperation mit dem Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Sozialarbeit (bsj) in Marburg einzugehen.

Karlheinz Nickel ist seit Juni 2012 Gladenbachs Stadtjugendpfleger. Er ist Nachfolger von Claus Schäfer, der in die Ruhephase seiner Altersteilzeit eintrat. Der heute 47-jährige Diplom-Pädagoge war schon damals in Gladenbach kein Unbekannter. Seit 2002 ist der gebürtige Gelnhäuser für den Verein zur Förderung bewegungs- und sportorientierter Sozialarbeit in Marburg tätig und betreute auch in der Kirschenmarkt-Stadt einige Projekte. An der Uni Gießen studierte Karlheinz Nickel Erziehungswissenschaft und schrieb seine Diplomarbeit zum Thema „Jugendarbeit im Sozialen Brennpunkt“.

Als Honorarkraft betreute und betreut er Projekte an den Universitäten in Marburg und Gießen. Groß ist die Zahl der Projekte beim bsj, die er zum Teil aufbaute und auch betreute, so etwa von 2002 bis 2004 und von 2007 bis 2010 Integrationsprojekte in Gladenbach sowie „Aufsuchende Jugendarbeit“ in Neustadt.

Viel Erfahrung hat er auf dem Feld der Erlebnis- und Abenteuerpädagogik gesammelt. Klettern und Mountainbiken zählen zu den Schwerpunkten. Auch mit Hiphop fand und findet er einen guten Zugang zu Jugendlichen.

Die Arbeit im Jugendcafé O-Läg hat Nickel fortgeführt, ebenso die seit Jahren bei Bands wie Zuhörern gleichermaßen beliebten Konzerte in dem Café. Als ehemaliger Bassist einer Band weiß er handgemachte Musik zu schätzen.

Vor zwei Jahren brachte Karl Heinz Nickel seine Freude über das von seinem Vorgänger Claus Schäfer über 20 Jahre lang gut bestellte Feld zum Ausdruck. Entscheidende Prozesse hat er inzwischen fortgeführt, sich aber auch mit neuen und innovativen Elementen selbst eingebracht.

Erfahrungen sprechen fürweitere Zusammenarbeit

So hat er auch - bestens vernetzt - die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen gepflegt, wie etwa mit den Schulen.

Die Entscheidung für die Zusammenarbeit mit dem bsj in der aktuellen Form fiel 2012 in der Mai-Sitzung des Gladenbacher Stradtparlaments. Der Magistrat hatte einen Vorschlag zur Konzeption der Stadtjugendpflege für den Zeitraum von Juni 2012 bis Februar 2015 vorgestellt. Der vom Parlament mehrheitlich befürwortete Kooperationsvertrag mit dem Schwerpunkt auf dem pädagogischen Teil der Jugendpflege sieht vor, dass die Stadt einen hauptamtlichen Fachmann vom bsj mit 21 Wochenstunden beschäftigt, der einen Büroarbeitsplatz im Rathaus zur Verfügung gestellt bekommt. Die Finanzierung der „Halbtagsstelle“ übernimmt die Stadt. Der Verwaltungsteil der Jugendpflege wird von Christina Pfeifer, einer erfahrenen Verwaltungsfachkraft der Stadt übernommen, deren Halbtagsstelle in eine Vollzeitstelle umgewandelt wurde.

Die politisch Verantwortlichen beschlossen damals, im zweiten Halbjahr 2014 über das weitere Verfahren zu entscheiden. Der Magistrat legte nun einen Beschlussvorschlag vor, nach der Interimslösung die Vollzeitstelle für den Stadtjugendpfleger wieder bei der Stadt anzusiedeln.

Vorgestellt wurde am Dienstag in den Ausschüssen das alternative Modell eines Kooperationsvertrages mit dem bsj. Nach diesem Modell würde die Stadt ab 1. Mai nächsten Jahres 39 Stunden Stadtjugendpflege gewissermaßen beim bsj einkaufen. Und das auf die Dauer von fünf Jahren. Mit Karl Heinz Nickel als versierter Fachkraft könnte die städtische Jugendpflege in bewährt guter Qualität fortgesetzt werden. bsj-Geschäftsführer Jochen Schirp und Dominic Lefebvre, Leiter des Außerschulischen Lernortes des bsj in Weidenhausen hatten vor den Ausschussmitgliedern die Möglichkeiten und Vorzüge einer weiteren Kooperation mit ihrem Haus skizziert.

Am Ende einer intensiven Diskussion stand die Grundsatzempfehlung, mit dem bsj eine Kooperation einzugehen. Jeweils ein Ausschussmitglied stimmte dagegen, jeweils eins enthielt sich der Stimme. Gleichwohl wurde eine Gegenüberstellung der Kosten gefordert, die gestern den Ausschussmitgliedern nachgereicht wurde.

Dass sich die Entscheidung über die Zukunft der Stelle eines Stadtjugendpflegers auf die Debatte und Entscheidung im Parlament beschränkt, scheint seit gestern wieder fraglich. Weil es offenbar noch Informations- und Diskussionsbedarf gibt, ist es gut möglich, dass sich beide Ausschüsse am 28. Oktober noch einmal mit dem Thema beschäftigen werden.

von Hartmut Berge

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