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Woscht hängt längst im Rauch

Kirschenmarkt Woscht hängt längst im Rauch

Der Männergesangverein Gladenbach hat die Vorbereitungen für sein traditionelles Kirschenmarktfrühstück weitgehend abgeschlossen.

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Die MGV-Metzger (von links) Manfred Nebe, Markus Busch, Armin Schönauer, Walter Kresse, Josef Rubner und Metzger Michael Graf neben der frischen Wurst fürs Kirschenmarktfrühstück – Erich Staubitz (kleines Bild, links) und Karl Reinhardt begannen am Monta

Gladenbach. Die fleißigen „Metzger“ des Männergesangvereins (MGV) Gladenbach haben die Wurst für das 24. Kirschenmarktfrühstück hergestellt und freuen sich schon jetzt auf die vielen Gäste.

Metzger Michael Graf hat zusammen mit dem „MGV-Metzger“ Manfred Nebe und den Helfern Armin Schönauer, Markus Busch, Walter Kresse und Josef Rubner im Schlachthaus in Weidenhausen das Fleisch zu Hackfleisch verarbeitet und gewürzt und anschließend die rote Wurst hergestellt.

„Die genauen Zutaten die der ,Kirschenmarkt-Wurst‘ ihren Geschmack verleiht, werden nicht verraten“, betont Graf, der als Metzger in der Schlachterei Schorge in Weidenhausen tätig ist.

Die rote Wurst wird genau zwei Wochen vor dem Kirschenmarkt hergestellt, da sie zuerst trocken muss, um anschließend noch geräuchert zu werden.

Eine Woche danach werden die Blut- und Leberwürste gefertigt. Die beiden Wurstsorten werden immer frisch und kurz vor dem Fest, eine Woche vorher, zubereitet.

Dazu haben die Metzger das Fleisch und jede Menge Schweinsköpfe im Kessel gekocht. Anschließend musste das gegarte Fleisch von den Knochen entfernt werden, bevor es zu Wurst verarbeitet wird. Die MGV-Metzger und Graf sind mittlerweile ein eingespieltes Team und haben viel Spaß beim Herstellen der verschiedenen Wurstsorten.

Hygiene spielt dabei eine genauso große Rolle wie die ausgefeilte Würz-Note.

Die Gladenbacher Hobby-Metzger freuen sich, dass ihre selbstgefertigte „Woscht“ immer mehr Besucher zum Kirschenmarktfrühstück lockt.

Mit dem Fertigen der Frühstücksbrettchen sind die Vorarbeiten fast abgeschlossen. Die beiden Sangesbrüder Karl Reinhardt und Erwin Staubitz haben gemeinsam in der MGV-Hütte mehr als 1000 Frühstücksbrettchen mit dem Logo des Kirschenmarktes und der Jahreszahl 2012 gebrannt. Für viele Gäste des Kirschenmarktfrühstücks ist das Brettchen ein begehrtes Sammelobjekt.

Mittlerweile sei das Brennen der Brettchen zur Routine geworden, berichtet Reinhardt der seit vielen Jahren den Schriftzug mit einem Stempel einbrennt. Am Montag erhielten die erste diesjährigen Schriftzug „Kirschenmarkt Frühstück - MGV 1851 Gladenbach 2012“. Vor drei Jahren hatte der gelernte Maschinenschlosser und aktive Sänger Helmut Heck die jetzige Maschine umgebaut und modernisiert.

Jedes Brettchen muss einzeln eingelegt und nach dem Brennen wieder herausgenommen werden. Reinhardt betätigt dazu den Hebel der Maschine, so dass der Luft-Zylinder den Stempel mit einem gleichmäßigen Druck von 2 bar auf das Holz drückt. „Mit den Jahren kriegt man ein genaues Gefühl wie lang der Brennvorgang dauert“, weiß Reinhardt. Nach etwa 30 Sekunden ist das Kirschenmarkt-Emblem eingebrannt und der Vorgang beendet.

Am Samstagmorgen treffen sich alle Sänger zum Einsatz im Zelt, um die Frühstücksportionen in Tüten zu verpacken.

Viele der Festzeltbesucher nehmen sich das leckere Mahl mit und lassen es sich zu Hause schmecken. Als besonderen Service bietet der MGV nach wie vor einen Frühstücks-Bringservice für die Leute an, die an dem traditionellen Kirschenmarkt-Frühstück im Festzelt nicht teilnehmen können.Fahrradkuriere sind mit der Auslieferung in der Kernstadt beschäftigt.

Die Verteilung des Frühstücks in den übrigen Stadtteilen erfolgt mittels Pkw.

Das Kirschenmarkt-Frühstück für den Bringservice kann telefonisch bis Freitag 12 Uhr bestellt werden beim Vorsitzenden Ralf Lüttebrandt, Telefon: 06462/8834 und Fax 06462 / 9140249, dem stellvertretenden Vorsitzenden Oliver Wilhelm, Telefon 06462/926880, Fax 926881 oder bei der Kur- und Freizeitgesellschaft Gladenbach, Telefon 06462/201612 und Fax 201618.

von Ingrid Lang

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