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„Wohnzimmer“ wird zum Treffpunkt

Lohra „Wohnzimmer“ wird zum Treffpunkt

Ein neues Angebot für Jugendliche in Lohra verzeichnet einen guten Zuspruch unter den 14- bis 17-Jährigen.

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Ausgelassen tummeln sich die Jugendlichen auf einem Sofa des Jugendtreffs „Flat“.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Dienstag, 18 Uhr, im „Flat“: Zwei Mädchen haben je ein Mikrofon in der Hand und singen zu Musik, die aus dem Fernseher kommt. Ein paar Jugendliche sitzen auf den Sofas und unterhalten sich, andere hören den Mädchen zu. „Singstar“ heißt das Playstation-Karaokespiel, mit dem sich die Jugendlichen die Zeit vertreiben.

„Seitdem wir diesen Treff am 10. November eröffnet haben, läuft die Musik pausenlos“, berichtet Christian Rüdiger vom CVJM Lohra. Das jeweils dienstags von 16 bis 20 Uhr geöffnete „Flat“ – das Wohnzimmer für dich und deine Freunde – erfreut sich seitdem zunehmender Beliebtheit.

„Es ist die einzige Möglichkeit, sich in einem Raum zu treffen“, sagt die 16-jährige Sophia Koch. „Die Stimmung ist gut und alle die wollen, können kommen“, begründet Johannes Kranz seine Anwesenheit. Der Lohraer weiß, was es bedeutet, einen festen Anlaufpunkt zu haben. „Wir hatten schon verschiedene Treffpunkte, wurden aber immer weggejagt, weil wir uns angeblich danebenbenommen haben“, erzählt der 14-Jährige, der im Kernort wohnt.

Im „Flat“ scheint dagegen alles anders zu sein. „Hier haben wir viel Spaß, können fast alles machen, was wir wollen“, sagt Alexander Laus. Verboten seien nur Alkohol, Drogen, Rauchen und das Mitbringen von Waffen. Zehn bis 20 Jugendliche seien regelmäßig im „Flat“, berichtet er. „Wir wollten ein Angebot für Jugendliche schaffen, die an keinen Verein eine Bindung haben, suchen oder finden“, erklärt Christian Rüdiger. Zwar gebe es in Lohra ein großes Angebot für Sport- und Musikbegeisterte, aber darüber hinaus seien die Möglichkeiten dünn gesät. Aus dieser Erkenntnis wurde das „Flat“, aus dem Englischen für Mietwohnung, ins Leben gerufen.

Fünf bis acht Mitarbeiter des CVJM-Lohra, darunter ein hauptamtlicher Jugendmitarbeiter und ein Zivildienstleistender, betreuen die Jugendlichen, die von 16 bis 20 Uhr ins „Flat“ kommen können. Angeboten werden verschiedene Spiele wie Kicker oder Dart, Musik, Playstation, zwei Computer mit Internet-Zugang, Sofas und „Chill-out-Ecke“, Essen und Getränke, Fahrdienst und auch eine Hausaufgabenhilfe. Daneben soll es auch Workshops zu Themen wie Breakdance, Graffiti, Computerkurs oder Pizzabacken geben. Natürlich stünden die Mitarbeiter auch zu Gesprächen bereit. „Probleme gibt es“, sagt Rüdiger. Offen gesprochen werde darüber aber noch nicht, da man sich noch in der Kennlernphase befindet.

von Gianfranco Fain

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