Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Wohin man auch blickt: positive Zahlen

Bilanzzahlen Wohin man auch blickt: positive Zahlen

Der Fokus der Raiffeisenbank eG Dreihausen/Ebsdorf, Niederwalgern/Fronhausen liegt auf der ganzheitlichen Beratung. 4976 Beratungsgespräche gab es 2011 - das betreute Kundenvolumen wurde damit entsprechend gesteigert.

Voriger Artikel
Länger feiern dank Lahm und Co.
Nächster Artikel
Die Woche der Entscheidung

Der Vorstand der Raiffeisenbank eG, Harald Emmerich (links) und Friedhelm Kemper, stellte die
Bilanz für 2011 vor. Foto: Katharina Kaufmann

Dreihausen. Friedhelm Kemper und Harald Emmerich berichten nicht ohne Stolz von den Bilanzzahlen des vergangenen Geschäftsjahres. Die beiden Vorstände der Raiffeisenbank eG aus dem Ebsdorfergrund freuen sich, dass „ihre“ Genossen­schaftsbank als eine der wenigen kleinen noch eigenständigen Institute der Finanzmarktkrise und ihrer Größe zum Trotz positive Zahlen verbuchen können. In der Generalversammlung heute Abend ab 20 Uhr im Bürgerhaus in Weimar-Roth werden sie diese Zahlen den Mitgliedern vorstellen.

Das gesamte betreute Kundenvolumen stieg im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 Prozent auf 384 Millionen Euro an. „Wir sind Geldversorger vor Ort und wirtschaften mit dem, was unsere Kunden uns zur Verfügung stellen“, betont Kemper im OP-Gespräch.

Das Marktum­feld werde immer schwieriger, die Kundeneinlagen seien hart umkämpft. „Es ist fast nur noch ein reiner Preiswettbewerb der Banken untereinander. Denn vor allem die Großbanken bekommen kaum noch Gelder von anderen Großbanken und müssen sich das, was sie brauchen, bei den Verbrauchern holen“, erklärt das Vorstandsmitglied. Um dies zu erreichen, würden viele der großen Kreditinstitute mit höheren Zinsen werben, kleine Banken könnten da nur schwer mithalten: „Dieser Wettbewerb ist ungesund für die ganze Branche.“

Ebenfalls ungesund findet Kemper die Regulatorik, die das Bankgeschäft mehr und mehr beeinflusst. „Die gesetzlichen und verbraucherschutzrechtlichen Anforderungen bringen uns fast an unsere Kapazitätsgrenzen“, sagt Kemper und fordert, dass die Banken, die risiko­arme Geschäfte betreiben, von einer Vielzahl der Regeln ausgenommen werden.

Dennoch ist der Blick in die Zukunft positiv: „Wir erwarten ein Fortschreiben der aktuellen Lage, sprich ein moderates Wachstum sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft“, erläutert Kemper, und sein Kollege Emmerich ergänzt: „Wir haben unser Betriebsergebnis und den Jahresüberschuss 2011 gegenüber 2010 deutlich verbessert und streben das auch für 2012 an“.

Die Bilanzsumme stieg im vergangenen Jahr um 5,6 Prozent auf nunmehr 173 Millionen Euro an, der Mitgliederbe­stand wurde ebenfalls weiter erhöht auf mittlerweile mehr als 4000. Annähernd 800 Kredite über insgesamt 180 Millionen Euro wurden vergeben, 204 Millionen Euro an Kundeneinlagen angelegt. Das bilanzielle Eigenkapital wurde um 1,9 Prozent aufgestockt und entspricht bereits jetzt den Anforderungen von Basel III.

„Alles in allem sind wir mit dem Geschäftsjahr 2011 überaus zufrieden“, sind sich Kemper und Emmerich einig. 2012 soll sich der Erfolg fortsetzen.

von Katharina Kaufmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr