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Hinterland Wirtschaftsverband bestätigt Vorstand
Landkreis Hinterland Wirtschaftsverband bestätigt Vorstand
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18:26 11.05.2017
Der wiedergewählte AfK-Vorstand: Vorsitzender Thomas Janssen (Mitte) mit Rolf Witezek (von links), Christopher Althaus, Jan-Bernd Röllmann und Achim Boller. Quelle: Nadine Weigel
Marburg

77 Mitgliedsunternehmen hat der AfK inzwischen. Daher repräsentiert der Verein einen breiten Querschnitt des wirtschaftlichen Lebens in Marburg. Er versteht sich als unabhängiges Sprachrohr der lokalen Wirtschaft und steht in Kontakt mit den Verantwortlichen der heimischen Politik.

Der AfK-Vorsitzende Thomas Janssen erinnerte in seinem Jahresrückblick daran, dass im vergangenen Jahr Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) vor Mitgliedern des AfK für Marburg eine Autoanbindung forderte. Die Bundesstraße zwischen Gießen und Gisselberg soll als Teil der Autobahn 485 ausgewiesen werden.

Das Thema sei komplizierter gedacht entgegnete Spies nun ein Jahr später. „Aber ich bin zuversichtlich, dass das zügig klappt.“ Die Stadt habe mit dem Bund und dem Land darüber gesprochen, nun müssten die Bürgermeister der angrenzenden Kommunen angehört werden.

Traditionell lädt der AfK Vertreter heimischer Unternehmen als Gastreferenten in seine Sitzung sein. Diesmal berichtete Uwe Happel (Foto: Weigel), Eigentümer des Gesundheitszentrums Vita Fitness Am Krekel, als „Visionär im Gesundheitswesen“ über seine Erfolgsgeschichte als Unternehmer.

„Den größten Mut hatte ich 1980, als ich meine Frau kennenlernte. Damals fragte ich mich, was willst Du erreichen?“, berichtete er.

Wahlen

Der alte und neue Vorstand: Thomas Janssen (Vorsitzender), Rolf Witezek (stellvertretender Vorsitzender), Achim Boller, Jan-Bernd Röllmann, Christopher Althaus.
Rechnungsprüfer: Hans-Jürgen Schneider, Manfred Jannasch.

Der gelernte Maschinenschlosser aus Hartenrod wollte eine Familie gründen und mehr Leistung als bisher erbringen. Er nahm seine Ersparnisse und meldete sich an einer Privatschule für die Ausbildung zum Masseur und medizinischen Bademeister an. So begann seine neue Laufbahn.

Fünf Jahre später gründete Happel in der Marburger Wilhelmstraße eine 150 Quadratmeter große Praxis. Die politischen Veränderungen im Gesundheitswesen nutzte Happel stets, um seine Ideen umzusetzen. Ein ambulantes Reha-Zentrum war seine Vision, das er zunächst auf 800 Quadratmetern im Gewerbegebiet Im Rudert gründete.

Dort reichte der Platz irgendwann nicht aus. Patienten wollten nach der Reha zunehmend auch Fitnessangebote bei ihm wahrnehmen, berichtete Happel. „Wir haben den präventiven Bereich als neuen Ansatz in der Fitnesszene eingeführt“, erläuterte er. Änderungen in der Gesundheitspolitik brachten den Familienunternehmer dann auf neue Ideen. Er gründete 2004 ein medizinisches Versorgungszentrum.

„Wir sind das einzige MZV in Deutschland, das von Physiotherapeuten gegründet wurde, sonst sind dies Ärzte“. 2015 eröffnete er am Standort Krekel zudem ein Ärztehaus. Der 59-Jährige hat bereits neue Pläne: Ab Juli will er ein Zentrum für betriebliches Gesundheitsmanagement gründen und sein Unternehmen sei im Zertifizierungsverfahren, um demnächst eine Gesundheitsakademie zu eröffnen.

160 Mitarbeiter sind bei der Familie Happel heute beschäftigt, 8000 Quadratmeter Fläche hat das Zentrum Am Krekel. Die Zahlen könnten weiter in die Höhe gehen.

von Anna Ntemiris

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