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Wirtschaft steht unter Volldampf

Aufschwung Wirtschaft steht unter Volldampf

Die Herbstumfrage zur konjunkturellen Entwicklung in Nordhessen bestätigt den bundesweiten Aufwärtstrend. Von dem Aufschwung profitiert nicht nur die Industrie, sondern auch die Gastronomie und der Handel.

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Die derzeitige Lage im Baugewerbe wird von den Unternehmen als „gut“ eingeschätzt. Aber nach dem Auslaufen der Konjunkturpakete werden Auftragseinbußen erwartet.

Quelle: Thorsten Richter

Kassel. 600 Fragebögen hat die IHK Kassel wieder branchendeckend an die Unternehmer verschickt und 550 Antworten enthalten. Sie alle verzeichnen einen Grundtenor: Die aktuelle Geschäftslage ist weitestgehend gut, die Stimmung jedoch nicht euphorisch – denn dem unerwarteten Wirtschaftswachstum wird langfristig nicht getraut.

„Der große Schwung ist erst einmal ein bisschen raus. Keiner konnte ahnen, dass es nach der Krise so einen starken Nachholeffekt gibt. Es wird weiter Wachstum geben, aber nicht auf so einem großen Niveau“, wagt Thomas Rudolff, Geschäftsführer Kommunikation der IHK Kassel, den Blick in die Zukunft.

Immerhin bewerten 34,8 Prozent der Befragten die aktuelle Geschäftslage als gut, 54,5 Prozent sprechen von einer befriedigenden Situation. Nur 10,7 Prozent sprechen von einer schlechten Geschäftslage – bei der Herbstumfrage 2009 waren es noch 27,1 Prozent.

Auffällig ist der Positivtrend bei den vom Endverbraucher abhängigen Branchen. Auch im Einzelhandel und in der nordhessischen Gastronomie ist ein Aufschwung zu verzeichnen. 30 Prozent der Gastronome bezeichnen die gegenwärtige Lage als gut, 56,7 Prozent gehen von einer befriedigenden Lage aus. In den vergangenen Monaten dominierten schlechte Zahlen die Branche.

Ähnliche Zahlen gelten auch für den Einzelhandel. Klagten im Herbst 2009 noch 11,1 Prozent über eine schlechte Geschäftslage, sind es in der aktuellen Umfrage nur noch 8,7 Prozent. Hingegen ist die Zahl derer, die von einer guten Geschäftslage ausgehen von 17,9 auf 23,9 Prozent gestiegen.

Doch beim Blick in die Zukunft werden die Erwartungen deutlich herabgesetzt – besonders in der Bauwirtschaft herrscht Pessimismus. 43,8 Prozent der Unternehmen gehen von einer eher ungünstigen Entwicklung der Geschäftslage aus. „Die Konjunkturprogramme laufen aus. Jetzt muss wieder zu alten Strukturen übergegangen werden. Sanierungen und Neubauten – Aufträge, die nicht oft vergeben werden in der heutigen Zeit“, beurteilt Rudolff die Lage.

von Marie Lisa Schulz

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Printausgabe der OP.

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