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Windräder gehen im Spätsommer ans Netz

Windpark Windräder gehen im Spätsommer ans Netz

In Hohensolms entsteht zurzeit der Windpark Hohenahr. Die sieben Windenergieanlagen sind mit 36,4 Millionen Euro veranschlagt.

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Eine Fachfirma aus der Oberpfalz erstellte die großvolumigen Fundamente für die Windkraftanlagen in Hohensolms. Foto: Klaus Peter

Hohenahr . Die Windrad-Standorte im Außenbereich des Ortsteils Hohensolms liegen auf einer Höhe zwischen 370 und 410 Metern, wobei der Windpark laut Prognose rund 44 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr produzieren soll, was einem Verbrauch von rund 12500 Haushalten entspricht.

Nach umfangreichen Planungen wurde im Februar 2012 nach den vorbereitenden Arbeiten mit dem Bau des Windparks begonnen. Die Anlagen des Typs Nordex N-117 haben eine Nabenhöhe von 140 Metern und einen Rotordurchmesser von 117 Metern. Die Gesamthöhe beträgt 198,5 Meter, und jede Anlage hat eine Nennleistung von 2,4 Megawatt. Der gesamte Windpark ist mit einer Leistung von 16,8 Megawatt veranschlagt. Der Stahlrohr-Beton-Hybridturm besteht aus Betonfertigteilen bis zu einer Höhe von 91 Metern und der Stahlrohrturm hat dann nochmals eine Höhe von 46 Metern. Das Gewicht des Maschinenhauses einer Anlage einschließlich Generator beträgt 106 Tonnen. Ein Rotor inklusive Nabe wiegt 58,7 Tonnen und das Gewicht eines Rotorblattes ist mit 10,4 Tonnen angegeben.

Der Windpark Hohenahr wurde von der Firma „ABOWind Wiesbaden“ projektiert und an den Energiedienstleister Mainova aus Frankfurt verkauft. Die Kosten pro Windenergieanlage werden auf 5,2 Millionen Euro taxiert.

Mit bis zu 1,5 Millionen Euro können sich die Hohenahrer Kommune und die Bürger an diesem Projekt beteiligen. Um diese Beteiligung sowohl der Kommune, als auch der Bürger möglich zu machen, wurde die Aufwindenergiegenossenschaft Lahn-Dill-Bergland Süd gegründet. Bereits Ende Juni habe es Interessensbekundungen an dieser Genossenschaft mit einer Investitionssumme von über 600000 Euro gegeben, berichtete Hohenahrs Bürgermeister Armin Frink.

Eine Fachfirma aus der Oberpfalz hat die Fundamente der sieben Windkraftanlagen errichtet. Nach dem Aufbringen der Sauberkeitsschicht und dem Stellen der Schalung erfolgten die Vorbereitung der Eisenflechtarbeiten und die anschließenden Bewehrungsarbeiten. Nach den Schalungsarbeiten wurden dann an einem Tag die Betonierungsarbeiten komplett vorgenommen und die Schalung nach vier Tagen gelöst. Für das Fundament einer Anlage werden etwa 590 Kubikmeter Beton und 90 Tonnen Eisen benötigt, wobei das kreisförmige Fundament einen Durchmesser von 22,5 Metern hat.

Wie Bauleiter Frank Schoppmeier berichtete, trägt der Turm rote Streifen, da dies eine Vorschrift der Luftsicherung sei. Nachts weisen vier Leuchten auf den Turm hin. Ende August wird laut Schoppmeier damit begonnen werden, das Maschinenhaus und die Rotoren zu installieren. Danach werden die sieben Windkraftanlagen in Betrieb genommen. Der Anschluss der Windkraftanlagen erfolgt an das Umspannwerk Aßlar. Dafür müssen noch etwa 7,8 Kilometer Kabel verlegt werden.

von Klaus Peter

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