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Windradflächen: Nachprüfungen erwünscht

Energiewende Windradflächen: Nachprüfungen erwünscht

Alles war gestern drin in den Reaktionen der Vertreter der Hinterländer Kommunen bei der Präsentation der für den neuen Teilplan Energie des Regionalplans vorgesehenen Vorranggebiete für Windkraft.

Marburg. Richtig zufrieden mit dem Entwurf äußerte sich Lohras Bürgermeister Georg Gaul: „Die von der Gemeindevertretung befürworteten Flächen sind drin.“

Auch für Bad Endbachs Bauamtsleiter Thomas Reuter steht fest: „Wir können gut damit leben.“ Die Fläche auf dem Hilsberg werde als ideal angesehen und auch für das Projekt mit der Gemeinde Bischoffen gebe es eine fast 100-prozentige Deckung. Die zentralen Felder decken sich, konstatiert Reuter und: Die Ziele der Gemeinde seien umsetzbar.

Diese sieht Bürgermeister Bernd Schmidt für Dautphetal nur zum Teil gedeckt. Die Potenzialflächen auf dem Weißenberg zwischen Dautphe und Silberg und auf dem Dusenberg bei Herzhausen fänden sich uneingeschränkt wieder, doch damit auch nur zwei der angemeldeten vier Flächen: die zwischen Allendorf und Damshausen in der Gemarkung „Hohe Höll“ und „Kappe“ sowie nördlich von Buchenau an den Gemarkungsgrenzen zu Biedenkopf und Wetter nicht. Die Gemeinde wünsche aber so viel wie möglich auszuweisen, so Schmidt. Man hoffe, dass es für diese zwei Flächen kein k.-o.-Kriterium gebe und wolle sich bemühen, diese als Vorrangflächen anerkannt zu bekommen.

Gemischte Gefühle hatte auch Holger Klau, der als Erster Beigeordneter der Gemeinde Steffenberg die Informationsveranstaltung des RP Gießen verfolgte. Die gewünschte Vorrangfläche am Mattenberg sei nicht aufgenommen worden. Dafür sei der Standort Schadenberg in leicht veränderter Form wie im vorherigen Regionalplan enthalten. Deshalb solle das RP den Mattenberg nochmal „speziell überprüfen“.

Großen Klärungsbedarf mit dem RP sieht Bürgermeister Joachim Thiemig. Ausgerechnet die Stadt Biedenkopf, der eine Analyse der Fachhochschule Frankfurt das größte Windkraftpotenzial im Landkreis zusprach, findet nur die Potenzialfläche Schwarzenberg, wo ein Gemeinschaftsprojekt mit der Gemeinde Breidenbach ansteht, wieder. Der ganze städtische Wald bliebe unberührt. Dies werde zu Gesprächen führen, kündigt Thiemig an.

von Gianfranco Fain

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