Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland Wind „bläst“ 2013 Geld in die Gemeindekasse
Landkreis Hinterland Wind „bläst“ 2013 Geld in die Gemeindekasse
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:23 09.12.2011

Bad Endbach. Der Kämmerer Markus Schäfer kündigte dem Gremium an, dass die Gemeinde 2013 wieder einen positiven Haushalt führen wird. Doch darin sieht er keinen Grund, den eingeschlagenen Weg der Sparsamkeit aufzugeben. Unterm Strich verbessert sich das Defizit der Gemeinde um mehr als 450.000 Euro auf 690.000 Euro. „Trotz der Erhöhung der Kreisumlage. Angesichts der Rahmenbedingungen, grenzt das an ein kleines Wunder“, sagte Schäfer.

Aufgrund der Haushaltssituation stehe nur ein überschaubarer Betrag für kommunale Investitionen zur Verfügung. 770.000 Euro will der Kämmerer im nächsten Jahr ausgeben. „Das meiste davon haben wir über Verpflichtungsermächtigungen 2010 den geplanten Maßnahmen zugeordnet“, erklärte er. Ein Großteil der Investitionssumme fließt in den Brandschutz. 2012 sind 320.000 Euro in den Haushalt eingestellt und 2013 insgesamt 400.000 Euro. Eingesetzt wird das Geld für die Einführung des digitalen Rettungsfunks, für ein Löschfahrzeug und für das Feuerwehrgerätehaus Wommelshausen.

Für den Sportplatzbau am Loh  in Hartenrod sind 167.000 Euro vorgesehen und 70.000 Euro für das Bürgerhaus in Bottenhorn. Weiter sind 25.000 Euro für die Erstellung des Konzepts zur Dorferneuerung in den Haushalt 2012 eingestellt.

„Notwendige Ausgaben gäbe es noch eine ganze Menge zu erwähnen, aber die Situation lässt derzeit keinen Spielraum für Maßnahmen, die nicht zwingend notwendig sind“, erklärte Schäfer.

Den Haushalt sanieren will der Bürgermeister mit Innovationen und mutigem Handeln. Sowohl die Konsolidierungsbestrebungen zeigten Wirkung, als auch die erwarteten Einnahmen aus dem geplanten kommunalen Windpark am Hilsberg. Auch das Ergebnis der Lahn-Dill-Bergland-Therme habe sich um 150.000 Euro verbessert. Der Zuschuss an die Therme für den Eigenbetrieb beträgt nur noch 680.000 Euro, insgesamt bezuschusst die Gemeinde den Betrieb mit 880.000 Euro, 280.000 Euro weniger als im Vorjahr.  2013 werde erstmals der volle Ertrag aus dem Windpark dem Eigenbetrieb zufließen, „so dass wir aus den roten Zahlen kommen werden und finanziell endlich wieder Luft haben“, sagte Schäfer.

Dennoch mahnte der Bürgermeister weiter zur Sparsamkeit. Der Wille und Mut, schwierige Entscheidungen voranzutreiben, seien aus seiner Sicht der Garant dafür, dass es für die Gemeinde Bad Endbach bergauf geht. Die Kombination von innovativer Wirtschaftspolitik und verantwortungsvollem Umgang mit der Umwelt solle den Bürgern die notwendige Infrastruktur und soziale Leistungen auch künftig garantieren, sagte Schäfer.

von Silke Pfeifer-Sternke