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„Willkommen im Zentrum der Wirtschaft“

Freisprechungsfeier „Willkommen im Zentrum der Wirtschaft“

Stolz, aufgeregt und ein klein bisschen wehmütig waren sie, die 107 Prüf­linge, die bei der Frei­sprechungsfeier der Kreishand­werkerschaft Marburg am Freitagabend ihren Gesellenbrief entgegennehmen konnten.

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Die Prüfung zum Maurer bestanden haben: Thomas Fallenbüchel, Frankenberg, Patrik Klinge, Burgwald, Daniel Kuffner, Marburg, Sebastian Lotz, Neustadt, Steffen Schwarz, Wetter, Tobias Weide, Münchhausen. Fliesen-, Platten- und Mosaikleger sind jetzt: Azad Aric, Lohra, Benjamin Theiss, Marburg. Es gratulierten der stellvertretende Obermeister Frank Muth (rechts), Hans-Martin Seipp (von links), Mitglied des Prüfungsausschusses, und Steffen Dyroff, Prüfungsausschussvorsitzender. 

Marburg. Schiller wusste es schon. Die Handwerker sind es, die unsere Gesellschaft gestalten. Er verfasste das Gedicht „Das Lied von der Glocke“. Sage und schreibe 35 Strophen voller Anerkennung für die Handwerkskunst. Der Obermeister der Zimmerei-Innung, Hartmut Pfeiffer, fasste sich bei der Freisprechungsfeier am Freitagabend im Technologie- und Tagungszentrum kürzer: „Loch in den Boden, Bronze rein, Glocke fertig, Bim, Bim, Bim.“

Zukunftschancen gut: Fachkräfte weiter gesucht

 

Fleischer dürfen sich nun nennen: Ruslan Bering (ab 3. von rechts), Marburg, Boris Mekler, Marburg, Andreas Werner, Lahntal. Abwesend war: Dirk Müller, Lohra. Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk Fachrichtung Fleischerei sind: Eduard Laukerd, Neustadt, Anja Rein, Lahntal, Vanessa Syring, Schwalmstadt. Gratulation gab es unter anderem von Obermeister Martin Rhiel.

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Aber der Zimmermann weiß: Zwischen Anfang und Ende eines Projekts liegen viele Erfolgserlebnisse, manchmal kleine Tiefpunkte und immer sehr viel Sorgfalt und Liebe für die Arbeit. „Wer in seinem Leben auch mit Tiefpunkten rechnet, wird von ihnen nicht überrascht. Machen Sie sich schon jetzt Gedanken, wie sie ihr Leben weiter gestalten wollen,“ riet Pfeiffer. Den 107 frischgebackenen Gesellen, die feierlich gekleidet ihre Gesellenbriefe entgegennahmen, gab Pfeiffer noch eines mit auf den neuen Lebensabschnitt: „Geben Sie Ihr Wissen an die Jüngeren weiter. Seien Sie der Geselle, den Sie in Ihrer Ausbildung gern gehabt hätten.“

Auch der Leiter der Agentur für Arbeit, Volker Breustedt, gratulierte den Gesellen. Mit einem Augenzwinkern wies er darauf hin, dass er keinen von ihnen so schnell wiedersehen möchte. „Mit Ihrem Abschluss sind Sie top vorbereitet. Was gefragt ist, sind Fachleute. Willkommen im Zentrum der Wirtschaft.“

Kreishandwerksmeister dankt Ausbildern

Der Kreishandwerksmeister Helmut Henkel ließ es sich nicht nehmen, sowohl mahnende als auch wertschätzende Worte an die jungen Prüflinge zu richten. „Mit dem heutigen Tag kommt eine ganz neue Lebensphase hinzu. Eine, in der Sie Verantwortung übernehmen dürfen. Ich glaube, dass Sie aus Ihrer Ausbildungszeit mehr mitnehmen als nur den Gesellenbrief. Sie nehmen ein fundiertes Wissen mit.“ Mit dem Gesellenbrief sei der Lehrprozess jedoch noch lange nicht abgeschlossen. Lediglich ein Etappenziel erreicht. „Haben Sie aber auch in Zukunft den Mut, Fehler zu machen, denn nur aus Fehlern lernt man“, riet Henkel.

Der Kreishandwerksmeister versäumte nicht, den zahlreichen Ausbildern zu danken, die ebenfalls zur Freisprechungsfeier ins TTZ kamen. „Sie haben die jungen Menschen hier auf dieses Lebensabschnitt vorbe­reitet“, sagte er anerkennend.

von Marie Lisa Schulz

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