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Widerstand gegen den Windpark wächst

Mattenberg Widerstand gegen den Windpark wächst

Die Gemeindevertretung Angelburg spricht sich mehrheitlich für eine erneute Prüfung des geplanten Windparks auf dem „Mattenberg“ im Gemeindegebiet Steffenbergs aus.

Gönnern. Markus Bartnick (SPD) erklärte, dass ein Arbeitskreis, bestehend aus allen drei Parlamentsfraktionen, getagt habe, um verschiedene Punkte zu diskutieren, die der erneuten Überprüfung bedürfen. Dass dort erarbeitete Papier äußert Bedenken gegenüber dem Genehmigungsverfahren für die geplanten Windkraftanlagen und den Rodungsplänen. Wie Markus Bartnick ausführte, habe auch die Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Gießen erhebliche Bedenken geäußert. Dabei geht es um Konflikte in Bezug auf den Vogelzug und Brutverhalten sowie um erhebliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes. Zu den Brutvögeln, die sich am Mattenberg heimisch fühlen, gehören unter anderem Turteltaube, Grünspecht, Tannenhäher, Baumpieper, Hohltaube und Rauhfußkautz.

Die Angelburger Parlamentarier fordern zudem die Aufzeichnungen von Erich Sänger, dem Beauftragten der Staatlichen Vogelschutzwarte Hessen, in einem neuen Verfahren einzubinden. Grund ist, dass die Parlamentarier den Umweltbericht eines Planungsbüros anzweifeln. Die im Umweltbericht enthaltenen Aufzeichnungen würden nicht dem aktuellen Stand entsprechen. Zudem zeige eine im vergangenen Jahr aufgestellte Fotofalle, dass es am Standort „Mattenberg“ Wildkatzen gibt. Außerdem seien die im Umweltbericht enthaltenen Aufzeichnungen über beheimatete Fledermäuse mangelhaft.

Aus diesem Grund, so ist aus der Beschlussvorlage zu entnehmen, halten es die Mehrzahl der Angelburger Gemeindevertreter es für dringend erforderlich, den Sachverhalt eindeutig zu klären. Dies sei auch deshalb nötig, weil der Betreiber der Windkraftanlage einen Antrag auf vorzeitigen Baubeginn gestellt habe.

Angst vor Lärmbelästigung

Eine weitere Befürchtung, die durch den Bau der Windkraftanlagen entstanden ist, betrifft die Geräuschbelastung. Die Gefahr bestehe, dass der vorgeschriebene Schallemmissions-Grenzwert von 40 Dezibel in den angrenzenden Wohngebieten überschritten werde.

Weiterhin müsse nach gesetzlichen Vorlagen ein Abstand zwischen bestehenden Windenergieanlagen, wegen ziehender und rastender Vögel, von mindestens drei Kilometern eingehalten werden. Die Gebiete „Mattenberg“ und „Bubalz“ liegen direkt im Vogelzugsgebiet, seien jedoch nur zwei Kilometer voneinander entfernt.

Auch sei der Mattenberg ein beliebtes Naherholungs- und Freizeitgebiet, das regelmäßig von Lauf- und Walking-Gruppen sowie von Wanderern und Skilangläufern genutzt werde. Die Gemeinde Angelburg könne den Verlust dieses Gebietes für die Naherholung nicht hinnehmen, erklärte die Arbeitsgruppe.von Klaus Peter

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