Volltextsuche über das Angebot:

28 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
Neue Halle ermöglicht kürzere Wege

Wezag in Stadtallendorf investiert Neue Halle ermöglicht kürzere Wege

Das Unternehmen Wezag in Stadtallendorf verband die Einweihung seiner neuen Halle mit einem Sommerfest für die Mitarbeiter, ihren Angehörigen und den Nachbarn.

Voriger Artikel
Studieren ganz ohne Abitur
Nächster Artikel
Raumkonzept für zeitgemäßes Arbeiten

Mit einem Sommerfest für die Mitarbeiter und deren Familien weihte Wezag die neue Halle in Stadtallendorf ein.

Quelle: Klaus Böttcher

Stadtallendorf. Bei seinem Vortrag zur Halleneinweihung stellte sich Geschäftsführer Thomas Glockseisen die Frage: „Was macht die Menschen in Deutschland eigentlich zufrieden?“ Er habe dazu einige Statistiken bemüht, nach denen 81 Prozent der Bevölkerung zufrieden oder sehr zufrieden seien.

Bei den Aspekten dazu meinte Glockseisen etwas überrascht, dass die Zeit mit der Familie verbringen zu können noch vor dem sicheren Arbeitsplatz rangiere. „Wir, die Wezag GmbH, wollen ihnen einen sicheren Arbeitsplatz geben und investieren deshalb auch massiv in diesen Standort“, betonte er. So sei auch die Idee dieser Halle entstanden, in die der Werkzeugbau einziehen wird.

Der Produktionsleiter Uwe Sagowski erklärte im Gespräch mit der OP Einzelheiten zu der neuen Halle mit einer Investitionssumme von 1,2 Millionen Euro.
Der Neubau ist an den alten Bestand angebaut und hat eine Grundfläche von 450 Quadratmetern. Damit sei es mit den beengten Verhältnissen im Werkzeugbau vorbei. Im Zwischengeschoss der Halle sind Büroräume eingerichtet, das ­bedeutet kürzere Wege, Entwicklung und Produktion ­rücken näher zusammen. Die ganze Halle ist mit einem Portalkran überfahrbar und es gibt einen abgegrenzten, klimatisierten Bereich für besonders empfindliche Maschinen.

Familienunternehmen mit 200 Mitarbeitern

Kürzere Wege gibt es auch durch die direkte Anbindung zur Stanzerei und der Kunststoffspritzerei. Dazu sagt Sagowski: „In der neuen Halle werden keine Handwerkzeuge hergestellt, sondern Werkzeuge für die Produktion, wie Stanzwerkzeuge oder Kunststoffspritzwerkzeuge für die eigene Produktion.“ Ausgestattet sei die Halle mit modernster Technik, was die Deckenheizung oder die LED-Beleuchtung angeht, durch die es keine dunklen Ecken gebe. Die Wezag wurde 1949 gegründet und ist ein mittelständisches, unabhängiges Familienunternehmen mit etwa 200 Mitarbeitern.

Die Erzeugnisse finden in der Autoindustrie ebenso Verwendung wie bei den Einrichtungen der Erneuerbaren Energien oder in den Einrichtungen der gesamten Industrie. Es handelt sich um Werkzeuge oder Maschinen zum Entriegeln, Schneiden, Abisolieren oder Crimpen. Darunter versteht man ein Fügeverfahren, bei dem zwei Komponenten miteinander verbunden werden, beispielsweise durch bördeln, quetschen oder falten. Die Werkzeuge oder Maschinen werden oft nach den Wünschen der Kunden entwickelt und hergestellt.

Bekenntnis zum Standort

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi war aus zwei Gründen besonders gern zur Einweihungsfeier gekommen. Er war vor Jahren selbst einmal Mitarbeiter bei der Wezag und traf noch einige Bekannte aus dieser Zeit. Er steht aber auch dafür, Stadtallendorf in seiner Funktion als Mittelzentrum in der Region zu stärken. „Die heutige Eröffnung ist ein schönes Beispiel, wie wir unsere Stadt gemeinsam voranbringen“, betonte er in seinem Grußwort. „Sie haben sich klar für den Wirtschaftsstandort Stadtallendorf entschieden und möchten in den nächsten Jahren nicht nur ihre Umsätze steigern, sondern durch weitsichtige Investitionen in mehrstelliger Millionenhöhe ihre hochmoderne und effiziente Fertigung ausbauen, damit die vorhandenen Arbeitsplätze gesichert und weiterentwickelt werden.“

Somogyi stellte lobend fest, dass sich die Firma seit Jahrzehnten um die Ausbildung junger Menschen kümmert und jetzt zwei jungen Flüchtlingen eine Perspektive und soziale Einbindung in das Unternehmen gegeben habe.

von Klaus Böttcher

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr