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Werbekreis kritisiert Center-Pläne

Gutenberg-Center Werbekreis kritisiert Center-Pläne

Gegen die Belegung des geplanten Gutenberg-Centers in der Marburger Innenstadt wendet sich der Werbekreis Oberstadt mit einem Brief an den Oberbürgermeister, den Magistrat und die Parteien.

Marburg. In dem Schreiben machen die Gewerbetreibenden der Marburger Oberstadt ihrem Unmut darüber Luft, dass vermeintliche Versprechen des Berliner Investors Joachim Tenkhoff und der Stadt Marburg nicht eingehalten wurden. Dabei wenden sie sich nicht grundsätzlich gegen den Bau des neuen Einkaufscenters: „Wir hoffen, dass dies ein Schritt in Richtung Oberzentrum Marburg werden könnte“, schreibt der Vorstand des Werbekreises in dem Brief, der der OP vorliegt.

Dennoch wird auch heftige Kritik an der Stadt und dem Investor geübt: „In der Vorstellung der Belegungsidee heißt es (...), dass Herr Tenkhoff auf keinen Fall New Yorker und keine Konzernfiliale, die in der Oberstadt existiert, ansprechen werde. (...) Doch welche Pläne gibt es heute? (...) Unter anderem New Yorker und Filialen, die in der Oberstadt schon lange Jahre vertreten sind. Es ist also genau das Gegenteil der Ankündigungen beabsichtigt.“

Der Werbekreis legt des Weiteren seine Sicht der Dinge dar und weist darauf hin, dass die jetzigen Filialgeschäfte wichtige Magneten für die Oberstadt sind. Leerstand von größeren Geschäften seien letzten Endes nicht nur ein Problem der Oberstadt, sondern auch für die anderen beiden Center, sprich Schlossberg und Erlenring.

Zudem fordert der Werbekreis - wie in der vergangenen Mitgliederversammlung besprochen (die OP berichtete) - dass leer stehende Flächen nicht an Gastronomie-Betriebe vergeben werden und die Gesamtanbindung der Oberstadt verbessert wird. Auch die Parkplatzsituation wird angesprochen: „Schon der Wegfall der Lahnparkplätze bedeutete für uns eine weitere Einschränkung unserer Attraktivität. Nun kommt der schmerzliche Verlust der Brauereiparkplätze hinzu“, schreiben die Händler und schlagen als Alternative eine Verdoppelung des Parkdecks am Barfüßertor und die Sicherung von Parkplätzen im Campusbereich der Juristen vor.

„Zu Gesprächen sind wir jederzeit bereit“, heißt es am Ende. Der Vorsitzende des Werbekreises, Friedrich Bode, hofft auf viele Reaktionen, die in einer Sondersitzung am Dienstag, 8. Mai, besprochen werden sollen.

von Katharina Kaufmann

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