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Wenn die Jugend keine Zukunft hat

Schlechte Perspektiven Wenn die Jugend keine Zukunft hat

Die Jobs für junge Menschen werden immer schlechter. Darauf weist das frischgegründete Jugendbündnis Mittelhessen hin. Die jungen Frauen und Männer wollen diese Situation nicht länger
hinnehmen.

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Das frischgegründete Jugendbündnis Mittelhessen gibt sich mit der Arbeitsmarktsituation junger Leute nicht zufrieden und protestiert: Daniel Müller (von links), Ulrike Eifler, Laura Joanna Mulch, Stefan Druwe, Maité Güttges und Benjamin Hornung.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. 901 Leiharbeiter gibt es im Landkreis Marburg-Biedenkopf derzeit nach Angaben der Agentur für Arbeit. Jeder Zweite davon ist unter 35 und beinahe jeder Vierte unter 25 Jahren alt. Bei der befristeten Beschäftigung sieht es ähnlich aus: Gut 5 000 junge Menschen im Landkreis haben einen Zeitvertrag, mehr als 3 000 davon sind jünger als 25 Jahre. „Junge Menschen wollen ein eigenes Auto, eine eigene Wohnung und irgendwann eine eigene Familie – bei diesen Aussichten ist das nicht möglich“, erklärt Daniel Müller, Jugendsekretär bei der IG Metall Mittelhessen und Mitglied des Jugendbündnisses.
Durch die schlechte Perspektive für junge Menschen auf dem Arbeitsmarkt haben diese keine Planungssicherheit mehr – und entscheiden sich gegen Hausbau und Kinder. „Wir stehen mit dem Rücken zur Wand“, sagt Stefan Druwe, der nach der Ausbildung einen befristeten Vertrag erhielt, nun ohne Job dasteht und demnächst zu studieren beginnt – als Alternative zur Leiharbeit.

von Katharina Kaufmann

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