Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Wenn der Chef die Ehrlichkeit prüft...

Arbeitsgericht Marburg Wenn der Chef die Ehrlichkeit prüft...

Wenn ein Verkäufer im Laden Bargeld findet, dann sollte er misstrauisch sein: Das könnte ein Test seines Chefs sein.

Voriger Artikel
Blasmusiker legen ungewollt Pause ein
Nächster Artikel
Wer mit Holz heizt, wird zur Kasse gebeten

Um einen "gefundenen" Fünfziger ging es vor dem Arbeitsgericht.

Marburg. Weil er bei einem Ehrlichkeitstest versagte, verlor ein junger Verkäufer eines Einzelhandelsunternehmens seinen Arbeitsplatz.

Eine Testkäuferin hatte ihm 50 Euro übergeben, die sie angeblich im Markt gefunden haben wollte. Der Verkäufer gab das Geld jedoch nicht wie vorgeschrieben an den Marktleiter weiter, sondern er behielt es und teilte es mit einem Arbeitskollegen. Daraufhin erhielt er eine außerordentliche fristlose Kündigung, gegen die er vor dem Marburger Arbeitsgericht klagte.

„Ehrlichkeitstests sind im Einzelhandel mittlerweile der Normalfall. Sie sind rechtlich zulässig und finden oft statt“, erklärte Arbeitsgerichts-Direktor Hans Gottlob Rühle. Die Unternehmer seien berechtigt, ihre Mitarbeiter „in Versuchung zu führen“. Darüber müssten sich alle Mitarbeiter im Einzelhandel stets klar sein.

von Michael Acker

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der gedruckten OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr