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Weniger Betriebe sind zahlungsunfähig

Insolvenzgeschehen Weniger Betriebe sind zahlungsunfähig

Die günstige Konjunkturlage in Deutschland in den zurückliegenden Monaten hat sich positiv auf das Insolvenzgeschehen ausgewirkt.

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Insgesamt 711 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erreichten das Amtsgericht Marburg in diesem Jahr.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Die Marburger ESBEE Stahl- und Industriebau GmbH, die Bäckerei Wagner aus Marburg und die Gecko‑Group AG aus Wetzlar sind nur drei Unternehmen, die in diesem Jahr einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellten. Insgesamt gingen beim Marburger Amtsgericht 255 Insolvenzanträge von Betrieben aus der Region ein. Das waren nach Angaben von Pressesprecherin Marité Dilling-Friedel sechs weniger als im Jahr 2010. Auch bei den eröffneten Insolvenzverfahren von Unternehmen verzeichnete das Amtsgericht einen Rückgang: 140 der Antragsverfahren wurden letztlich auch eröffnet – drei weniger als im Vorjahr.

Damit liegen die Zahlen des Marburger Amtsgerichtes im Bundestrend: Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2011 werden zwar erst im März vom Statistischen Bundesamt vorgelegt, in den Monaten Januar bis September meldeten die Amtsgerichte in ganz Deutschland aber 6,7 Prozent weniger Unternehmensinsolvenzen als im gleichen Vorjahreszeitraum. Insgesamt rutschten 22.854 Betriebe in die Zahlungsunfähigkeit.

Entgegen dem Trend der Vorjahre lag die Zahl der Verbraucherinsolvenzen im Zeitraum Januar bis September 2011 bundesweit bei 78.569 Fällen und war damit um 3,8 Prozent niedriger als im gleichen Zeitraum des Jahres 2010, was auch auf die gute konjunkturelle Situation zurückzuführen sein könnte

In Marburg stiegen die Verbraucherinsolvenzen allerdings erneut leicht an: Während im Jahr 2010 noch 444 Anträge auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens von Verbrauchern beim Marburger Amtsgericht eingereicht worden waren, waren es in diesem Jahr bis zum 22. Dezember insgesamt 456 Anträge. 422 davon wurden auch eröffnet (Jahr 2010: 424).

von Katharina Kaufmann

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