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Wenige Überweisungen im Goßfeldener Kasten

Neues Filialkonzept Wenige Überweisungen im Goßfeldener Kasten

Sparkassenkunden aus Goßfelden müssen ihre Überweisungen in anderen Filialen abgeben. Einen Kasten gibt es in der Zweigstelle nicht mehr.

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Immer wieder sind Überweisungsbriefkästen Ziel von Kriminellen. In Goßfelden gibt es jetzt keinen mehr.

Quelle: Andreas Schmidt

Goßfelden. „Warum kann man den Briefkasten für Überweisungen nicht weiter nutzen“, fragte ein Sparkassen-Kunde die OP, der die Schließung der Zweigstelle in Goßfelden sehr bedauert. Schließlich könne der Briefkasten doch geleert werden, „wenn der Geldautomat bestückt wird“.

So einfach ist es dann aber doch nicht. Denn Geldautomaten werden nicht von Bankmitarbeitern gefüllt, sondern von externen Geldtransportunternehmen. Und die sind nicht befugt etwaige Briefkästen der Sparkasse zu entleeren. Im Fall von Goßfelden kam noch hinzu, dass „der Überweisungsbriefkasten kaum genutzt wurde“, antwortete die Sparkasse auf OP-Nachfrage.

Vorrangiges Angriffsziel von Betrügern

Pressesprecher Michael Frantz fügte hinzu: „Dieser Umstand in Verbindung mit der grundsätzlichen Schwierigkeit, dass Überweisungsbriefkästen immer wieder Ziel von Kriminellen sind, hat uns – im Sinne der Sicherheit für unsere Kunden –  bewogen, den Briefkasten zu schließen.“ Deutschlandweit sind die Kästen bei allen Finanzinstituten ein vorrangiges Angriffsziel von Betrügern.

Michael Frantz wies auch darauf hin, dass die Filialen in Sterzhausen, Wehrda und Cölbe innerhalb weniger Minuten erreichbar sind. „Dort können unsere Kunden die Überweisungen abgeben.“ Und er erinnert auch an den Bürgerbus, für alle Kunden, die nicht so mobil sind. Der fährt zwei Mal wöchentlich zwischen Sterzhausen und eben auch Goßfelden.

Neben der wachsenden Kriminalität war auch das deutlich veränderte Kundenverhalten Grund für die Neustrukturierung des Sparkassen-Filialnetzes. „Das erforderte eine organisatorische Neuausrichtung“, so Michael Frantz. „Lag der Anteil von Online-Konten im Privatgirobereich 2010 noch bei 37 Prozent, so nutzen heute schon die Hälfte aller Privatkunden ein Online-Konto. Tendenz weiter steigend!“, erklärt er. Logische Folge ist, dass eine stärkere Nutzung des Online-Angebotes, deutlich seltenere Besuche in den Geschäftsstellen zur Folge haben. Trotzdem habe die Sparkasse weiterhin das mit Abstand dichteste Filialnetz im Landkreis.

von Katja Peters

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