Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Hinterland „Weißer Stein“ könnte Bürgerhaus übernehmen
Landkreis Hinterland „Weißer Stein“ könnte Bürgerhaus übernehmen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:32 12.06.2014
Das Altenverser Haus wurde 1937 als Schule gebaut und 1981 zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. 1992 entstand der Anbau für den Kindergarten. Quelle: Anita Ruprecht
Altenvers

Neben den Ortsbeiratsmitgliedern kamen am Dienstagabend knapp 20 Gäste, darunter die Erste Beigeordnete der Gemeinde, Rosemarie Wolny, und Helmut Koch, Vorstandssprecher des Vereins „Weißer Stein“. Der Verein „Weißer Stein“ ist Träger des dreigruppigen Kindergartens, der in dem Gebäude untergebracht ist.

Die Gemeinde müsse bei dem stark defizitären Haushalt die Dorfgemeinschaftshäuser veräußern, um das hohe Anlagevermögen zu verringern, erklärten Rosemarie Wolny und Ortsvorsteher Wolfgang Spies. Dorfgemeinschaftshäuser seien freiwillige Leistungen der Kommunen, und wenn die Gemeinde jetzt nicht aktiv werde, werde die Kommunalaufsicht des Landkreises die Häuser schließen und veräußern, erläuterte Wolny.

Spies stellte die Vermarktungskonzepte vor, die Kommunalpolitiker und Haushaltssicherungskommission bisher vorgeschlagen haben, darunter die Übernahme durch Vereine, Gastronomie oder eben die Vermarktung auf dem Immobilienmarkt.

Das Altenverser Gebäude steht auf einem 3500 Quadratmeter großen Grundstück und beherbergt das Dorfgemeinschaftshaus mit Saal, Küche, Theke und Toiletten sowie den Kindergarten. Im Gegensatz zu den DGH gehöre der Kindergarten zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde, sagte Wolny.

Junge Eltern unter den Gästen äußerten die Befürchtung, dass bei einer Veräußerung des Hauses der Altenverser Kindergarten zugunsten der Kindertagesstätten in Lohra geschlossen würde. „Wir haben eine Nutzungsvereinbarung mit der Gemeinde Lohra für die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte bis 2018“, sagte Helmut Koch. Insgesamt 190000 Euro habe der „Weiße Stein“ in den vergangenen Jahren und dieses Jahr in den Altenverser Kindergarten investiert.

Falls die Gemeinde das Gebäude als Vermögenswert abstoßen wolle, könne es sicherlich eine Lösung mit dem „Weißen Stein“ geben, dies habe der Verein auch schon in anderen Kommunen praktiziert und auch in einer solchen Weise, dass Saal und Küchentrakt auch weiterhin von Vereinen und Privatpersonen genutzt werden könnten. Allerdings sei mit dem „Weißen Stein“ nicht möglich, das Gebäude samt Grundstück gewinnbringend für eine halbe Million Euro oder mehr zu vermarkten, sagte Koch.

„Ich möchte alles daran setzen, das Dorfgemeinschaftshaus für uns Altenverser und auch unsere zukünftigen Generationen zu erhalten, sagte der Ortsvorsteher. Bei der großen Bürgerversammlung am 21. Mai hätten die Altenverser wenig Interesse bekundet, so Spies. „Wenn das DGH erst mal weg ist, gibt es für unsere und auch die kommende Generation nichts Vergleichbares für Altenvers.“ Aus diesem Grund wolle er die Schließung des Hauses möglichst verhindern, erklärte Spies.

von Anita Ruprecht

Hinterland Dorfgemeinschaftshaus-Verkauf - Ein Dorf steht auf der Straße

Ortsvorsteher Patrick Voyé rief zu einer öffentlichen Ortsbeiratssitzung in das Dorfgemeinschaftshaus auf und gut 200 Weipolts­häuser kamen. Sie positionierten sich für den Erhalt und den Umbau ihres Dorfgemeinschaftshauses.

15.06.2014

Gladenbachs Ortsbeirat interessiert sich für die Vergangenheit und die Zukunft des ehemaligen Bahnhofs. Für einen Ausflug in die Historie sorgte vor Ort Stefan Runzheimer.

11.06.2014

Heute beraten die Mitglieder des Haupt- und des Bauausschusses wie der erste Schritt der Veräußerung der Dorfgemeinschaftshäuser in Damm, Rodenhausen, Nanz-Willershausen und Seelbach auf Vorschlag des Gemeindevorstand vonstatten gehen soll.

10.06.2014